Afrikanische Union fordert Uno-Intervention in Mali
Anhänger von Junta-Chef Amadou Haya Sanogo im Norden Malis. (Keystone Archiv)
Die Afrikanische Union (AU) hat die Uno aufgefordert, im Norden Malis zu intervenieren. Der Norden wird seit zwei Monaten von verfeindeten Milizen beherrscht. Bei einer Konferenz in Abidjan einigten sich Vertreter der AU, der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS und der Uno darauf, eine Militärintervention anzufordern.
«Terroristen bekämpfen»
Mit dieser sollen die territoriale Einheit des westafrikanischen Landes so rasch wie möglich wiederhergestellt und «Terroristen bekämpft» werden. Mali steckt in der Krise, seit es einer Gruppe von Soldaten im März gelungen war, die Macht an sich zu reissen und Präsident Amadou Toumani Touré zu stürzen.
Die Putschisten warfen Touré vor, die Tuareg-Rebellen und bewaffnete Islamisten im Norden des Landes nicht ausreichend bekämpft zu haben. Nach dem Putsch gelang es den Bewaffneten binnen Tagen, Teile des Nordens unter ihre Kontrolle zu bringen.
Bei ihrem Treffen in Abidjan forderten die Vertreter von Uno, AU und ECOWAS zudem die sofortige Auflösung der Junta, die sich in Mali an die Macht geputscht hatte. Diese dürfe keine Rolle im politischen Übergangsprozess des Landes spielen. (bat;ank, sda/afp)
Mehr zum Stichwort:
