Hunderte Häuser in Colorado abgebrannt
Allein in der Stadt Colorado Springs brannten 346 Häuser ab. (Keystone)
Nach tagelangem Kampf gegen das Flammeninferno im US-Staat Colorado haben die Behörden am Donnerstag eine erste Bilanz gezogen. Allein in der Stadt Colorado Springs seien 346 Häuser in 35 Strassenzügen abgebrannt, teilte Bürgermeister Steve Bach nach Angaben der «Denver Post» mit.
Das Waldo Canyon-Feuer soll damit bereits jetzt der zerstörerischste Waldbrand in der Geschichte des Staates sein. Zeitweise hatten sich 36'000 Menschen vor dem Flammeninferno in Sicherheit bringen müssen.
Ein Totesopfer gefunden
Die Brände haben mindestens einem Menschen das Leben gekostet. Wie die Polizei in Colorado Springs am Donnerstag mitteilte, wurde in den Trümmern eines ausgebrannten Hauses eine Leiche gefunden - das erste bekannte Todesopfer des seit fünf Tagen wütenden und bisher folgenschwersten Waldbrandes in der Geschichte des Bundesstaats.
Nach Medienberichten durften die ersten Bewohner am Donnerstag wieder in ihre Häuser zurückkehren. Kühleres Wetter und abflauende Winde waren den tausenden Feuerwehrleuten zur Hilfe gekommen. US-Präsident Barack Obama wollte am Freitag in das Katastrophengebiet fliegen und sich ein Bild von der Lage machen.
Kongressmitglieder aus Colorado haben am Donnerstag bei der US-Regierung Hilfe beantragt. Wegen der anhalten Brände sollte der Staat zum Katastrophengebiet erklärt werden. Damit könnten Gelder und Hilfsmittel schneller bewilligt werden.
Traurige Feuerbilanz
Die Feuer hätten in diesem Jahr schon 598 Häuser zerstört und mehr als 50 Millionen Dollar zur Bekämpfung verschlungen, zitierte die «Denver Post» aus dem Antrag der Abgeordneten.
Die Forstbehörde rechnet damit, dass es bis Mitte Juli dauern wird, alle Feuer zu löschen. Mit Hilfe der Bundespolizei FBI soll jetzt verstärkt nach den Brandursachen gesucht werden.
Der Auslöser für das verheerende Feuer in Colorado Springs ist noch unbekannt. An anderen Stellen gehen die Ermittler davon aus, dass Blitze die Feuer entzündet haben. Wegen der Grossbrände haben bereits 30 Gemeinden in Colorado die zum US-Unabhängigkeitstag am 4. Juli üblichen Feuerwerke abgesagt. (mz, sda)
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