Todesflug AF 447: Piloten waren überfordert
228 Menschen starben: Spezialisten bergen Wrackteile der Air-France-Maschine. (Keystone Archiv)
Die französischen Ermittler machen sowohl menschliche als auch technische Fehler für den Absturz eines Air-France-Flugzeugs über dem Atlantik vor drei Jahren verantwortlich. Das geht aus dem Abschlussbericht der Luftfahrtermittlungsbehörde (BEA) hervor.
Demnach war die Crew - nach einer Vereisung der Sonden zur Geschwindigkeitsmessung - völlig überfordert mit der eigentlich beherrschbaren Situation. Sie habe im Cockpit der Airbus-Maschine komplett die Kontrolle verloren.
Die Air-France-Maschine 447 war am 1. Juni 2009 auf einem Nachtflug von Rio nach Paris ins Meer gestürzt. Alle 228 Menschen an Bord kamen ums Leben.
Vermutungen bestätigt
In ihrem Zwischenbericht vor einem Jahr hatte die BEA hauptsächlich von Pilotenfehlern gesprochen, die zu dem Unglück geführt hätten. Im rein technischen Abschlusspapier, das die Behörde nun vorstellte, geben die Experten 25 Empfehlungen, wie die Flugsicherheit künftig verbessert werden kann.(smus, sda/afp)
