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Mittwoch, 18.7.2012

Brüssel behält Rumänien im Auge

Im Streit um die Entmachtung des rumänischen Präsidenten mildert EU-Kommissionschef Barroso seine Kritik ab. Dafür sorgte ein Einlenken des rumänischen Premiers. Allerdings will die Brüsseler Behörde nun, dass den Worten auch Taten folgen.

EU-Kommissionspräsident Barroso schaut mit Sorge auf die politische Lage in Rumänien. (Reuters)

Rumänien weiterhin unter scharfer Beobachtung der EU

«Faschistische Propaganda» nennt der rumänische Ministerpräsident Victor Ponta den sogenannten Fortschritts-Bericht der EU-Kommission. Der Bericht kritisiert den Zustand des rumänischen Rechtsstaates scharf.

Beitrag aus Echo der Zeit vom Mittwoch, 18.7.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

In Bezug auf das Amtsenthebungsverfahren des rumänischen Präsidenten Basescu begrüsst die EU-Kommission Zusagen von Premier Victor Ponta, auf die geäusserten Bedenken zur Rechtsstaatlichkeit zu reagieren. Im Wesentlichen bleibt Brüssel aber bei seiner Kritik.

Die EU-Kommission sieht Reformen in Rumänien durch die aktuelle Regierungskrise gefährdet. «Im Laufe der letzten drei Wochen waren aussergewöhnliche Ereignisse in Rumänien eine erhebliche Quelle der Sorge für die Kommission und ... für die Europäische Union», sagte Kommissionspräsident José Manuel Barroso.

Die EU-Kommission will nun genau beobachten, ob Ponta sein Versprechen einhält. «Rumänien ist vom Abgrund zurückgewichen, aber wir können noch nicht sagen, dass wir das Ende des Prozesses erreicht haben», so Barroso weiter.

Rumänien im Visier
Die EU-Kommission stellte die sogenannten Fortschrittsberichte zum Zustand von Justiz und Verwaltung in Rumänien und Bulgarien vor. Seit dem Beitritt der beiden jüngsten EU-Mitglieder 2007 überwacht Brüssel laufende Reformen.

Ungewöhnlich starke Worte findet der aktuelle Bericht zu der andauernden Krise um das Amtsenthebungsverfahren gegen Rumäniens bürgerlichen Präsident Traian Basescu.

So heisst es etwa: Die «aktuellen Kontroversen gefährden die bisher erreichten Fortschritte stark und werfen ernsthafte Fragen nach der Zukunft der bereits eingeleiteten Reformen auf.» Die Brüsseler Behörde habe nach wie vor «schwerwiegende Bedenken».

Ungewöhnliche Vorgänge
Die sozialliberale Regierung und die Mehrheit im Parlament betreiben die Amtsenthebung des konservativen Präsidenten Basescu. Um eine Absetzung per Referendum zu erleichtern, hatte Rumänien kurzerhand das Quorum für die Volksabstimmung auf die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen statt der registrierten Wähler herabgesetzt. Ein Urteil des Verfassungsgerichts dagegen ignorierte die Regierung.

Die EU-Kommission sah die Rechtsstaatlichkeit und die Unabhängigkeit der Justiz bedroht und nannte der Regierung elf Beschwerdepunkte. Laut Kommission hat sich Ministerpräsident Ponta schriftlich dazu verpflichtet, diese Forderungen zu erfüllen. (wedj;bru, reuters/sda/dpa)

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Mittwoch, 11.7.2012

Brüssel droht Rumänien mit Sanktionen

Angesichts des Machtkampfes in Rumänien droht die EU Bukarest mit harten Sanktionen. Der rumänische Premier Victor Ponta weist indessen jeden Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit seiner Politik zurück.  Mehr


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