Hafenstädte sind stark vom Klimawandel betroffen
New York ist nur schlecht gegen Hochwasser geschützt. Dies gibt die OECD in einer laufenden Studie bekannt. (Keystone Archiv)
Von Wirtschaftsredaktorin Priscilla Imboden
Gemessen an den Millionen von Menschen, die von Hochwasser bedroht sind, führen das indische Mumbai, Guangzhou und Shanghai in China sowie Miami in den USA die Liste an. Mit Blick auf die Millionen von Dollars, die in Form von Bauten in den Fluten versinken könnten, sind es Miami, New York, New Orleans und Tokyo.
In einer laufenden Studie untersucht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD die Auswirkungen des Klimawandels auf alle 136 Hafenstädte der Welt, die mehr als eine Million Einwohner zählen.
Meeresspiegel steigt
Diese Metropolen befinden sich aus zwei Gründen im Brennpunkt: Der Klimawandel lässt den Meeresspiegel ansteigen und Stürme häufiger werden. Und die Bevölkerung wächst in den Städten stark an, vor allem in den weniger reichen Ländern.
Die OECD rechnet deshalb damit, dass sich die Zahl der direkt gefährdeten Menschen bis im Jahr 2070 auf 150 Millionen weltweit verdreifachen wird.
Grosse Gefahr
Die Gefahr ist bereits heute gross. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Jahrhundertsturm oder eine Jahrhundertflut eine der 136 Städte pro Jahr trifft, betrage 76 Prozent, schreiben die Experten. Das dies im Zeitraum von fünf Jahren geschieht, schätzen sie mit 99,9 Prozent sogar als praktisch sicher ein.
Die OECD empfiehlt in ihrer Studie deshalb neben globalen Klimaschutzmassnahmen auch mehr konkrete Schutz für Grossstädte, durch Dämme, Warnsysteme, Pumpsysteme etwa. Auch hier zeigt die Studie grosse Unterschiede auf.
Schlechter Schutz
Während etwa Amsterdam, London und Shanghai relativ gut gegen Hochwasser gesichert seien, seien zahlreiche Grossstädte in Schwellenländern wie etwa Mumbai aber auch New York nur schlecht gegen hohe Fluten gewappnet. (basn)
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