Waldbrände lodern weiter
In den USA werden die Waldbrände auch mit feuerhemmenden Chemikalien bekämpft. (Keystone)
Keine Entwarnung bei den seit Wochen andauernden Waldbränden. An vielen Orten in Südeuropa, etwa auf der spanischen Kanaren-Insel La Gomera, in Griechenland, Italien und Kroatien kämpften auch am Samstag die Feuerwehren gegen die Flammen.
Brandstiftung wahrscheinlich
Der verheerende Waldbrand auf La Gomera ist nach Ansicht des Direktors des Garajonay-Nationalparks das «Werk von Umwelt-Terroristen». «Die Täter haben seit Mai immer wieder versucht, Brände zu legen», sagte Parkdirektor Angel Fernández der Zeitung «El País». «Bisher hatte man die Brandherde rechtzeitig löschen können, aber nun haben die Täter ihr Ziel erreicht.»
Zum Motiv der Brandstifter gab es mehrere Spekulationen, darunter, dass die Drogenmafia mit den Bränden die Polizei ablenken wolle.
Löschflugzeuge pausenlos im Einsatz
In Griechenland hatten die Einsatzkräfte mit zwei grossen Bränden zu kämpfen. Der Schlimmste tobte auf der Ostägäis-Insel Chios. Zehn Löschflugzeuge, vier Löschhubschrauber und Hunderte Feuerwehrleute und Freiwillige waren im Einsatz.
Die Waldbrandgefahr sei in ganz Griechenland extrem hoch, teilte der Zivilschutz mit.
In Italien wüteten vor allem im Zentrum und im Süden des Landes weiter Brände. Die Einsatzkräfte bekämpften das Feuer grösstenteils aus der Luft. So waren zuletzt mehr als 20 Löschflugzeuge und Helikopter im Einsatz, vornehmlich in Sizilien.
Riesige Fläche zerstört
In den USA haben Wald- und Buschbrände in diesem Jahr bereits eine Fläche von der Grösse der Hälfte der Schweiz zerstört. Nach Angaben des TV-Senders NBC wurden in diesem Sommer bereits rund 25'900 Quadratkilometer von den Flammen vernichtet.
Hitze geht weiter
Am bedrohlichsten sei die Lage derzeit in im Bundesstaat Idaho. Dort werde auch die Nationalgarde im Kampf gegen Dutzende Brandherde eingesetzt. Dagegen gebe es erste Fortschritte im Staat Washington. Dort seien über ein Viertel der Feuer unter Kontrolle.
Schwer betroffen ist auch weiterhin Kalifornien. Dort sind rund 8000 Feuerwehrleute im Kampf gegen etwa ein Dutzend gefährliche Brände mobilisiert.
Mehr als zwei Drittel der USA leidet seit Wochen unter massiver Trockenheit. Temperaturen von bis zu 40 Grad und in manchen Regionen sogar noch höher bescheren den Feuerwehrleuten in ihrem Kampf gegen die Flammen immer wieder Rückschläge. (luek, sda/dpa/reuter)
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