Amerikanischer Arbeitsmarkt stagniert
Neue Jobs hatte Obama versprochen, aber die Arbeitslosigkeit bleibt hoch. (Keystone)
Auch der Juni hat keine Erleichterung für den amerikanischen Arbeitsmarkt gebracht: Die US-Wirtschaft hat im vergangenen Monat lediglich 80'000 neue Jobs geschaffen, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Die Erwerbslosenquote liegt damit unverändert bei 8,2 Prozent.
Arbeitslosenquote entscheidend für Wahlausgang
Damit endet nach Bewertungen von Wirtschaftsexperten das schlechteste Quartal für den US-Arbeitsmarkt seit 2010.
Der Arbeitslosenquote wird eine immense Bedeutung für die politische Zukunft des Landes zugeschrieben. US-Präsident Barack Obama steht im November zur Wiederwahl. Keiner seiner Vorgänger in den letzten sechs Jahrzehnten konnte eine zweite Amtszeit erreichen, wenn die Arbeitslosenquote über 7,2 Prozent lag.
Obama verteidigt Wirtschaftspolitik
US-Präsident Barack Obama verteidigte auf einer Wahlkampftour in Poland (Bundesstaat Ohio) seine Wirtschaftspolitik jedoch. Die Misere sei nicht über Nacht hereingebrochen und könne auch nicht über Nacht gelöst werden.
Mehr Sicherheit für Mittelschicht
«Wir haben in den letzten 28 Monaten 4,4 Millionen neue Jobs geschaffen», erklärte er. «Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung aber wir können uns damit nicht zufrieden geben.»
Das Ziel sei nicht, den Arbeitsmarkt auf den Stand von vor der Wirtschaftskrise im Jahr 2007 zu bringen. «Ich möchte zurück zu der Zeit, in der die Mittelschicht mehr Sicherheit hatte», sagte Obama. «Und das ist der Grund, warum ich mich um eine zweite Amtszeit als US-Präsident bewerbe.» (smus;basn, dpa/reuters)
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