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Dienstag, 26.6.2012

Sinkende Dieselruss-Emissionen in der Schweiz

Der Verbrauch von Dieselöl hat sich in der Schweiz in den letzten fünfzehn Jahren verdoppelt. Trotzdem geht die Belastung der Atemluft durch den gefährlichen Dieselruss allmählich zurück. Der Grund: Effiziente Filter.

Feinstaubmessgeräte zeigen erfreuliches Ergebnis. (Archiv Keystone)

Dieselruss ist krebserregend und damit ein besonders giftiger Bestandteil des gesundheitsschädigenden Feinstaubs. Deshalb bemüht sich der Bund seit mehreren Jahren um eine Reduktion des Ausstosses.

Anscheinend mit Erfolg: Trotz erhöhtem Verbrauch von Dieselöl ist die Luftbelastung durch Dieselruss in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Sie betrug 2010 noch rund 1500 Tonnen, wie aus einer vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) veröffentlichten Broschüre hervorgeht. Im Jahr 2000 waren es noch 2700 Tonnen Russ.

Reduktion dank Filter
Das Bafu geht davon aus, dass dieser Trend anhält, so dass im Jahr 2020 der Ausstoss noch etwa 600 Tonnen betragen wird. Die markante Reduktion der Dieselruss-Emissionen ist auf effizientere Motoren und Filter zurückzuführen.

Die grössten Fortschritte wurden im Schwerverkehr und im öffentlichen Verkehr erzielt. Die Auspuffrohre der Lastwagen sowie der Busse stiessen im Jahr 2000 noch 780 Tonnen Russ aus. Bis 2010 sank der Ausstoss der rund 66'000 schweren mit Diesel angetriebenen Nutzfahrzeuge auf etwa 270 Tonnen. Deutlich gesunken ist auch der Ausstoss bei Baumaschinen.

Als Grund für die Fortschritte nennt das Bafu den «Aktionsplan gegen Feinstaub» des Bundesrats aus dem Jahr 2006. Damit habe die Schweiz eine Pionierrolle übernommen. So mussten etwa Baumaschinen mit effizienten Partikelfiltersystemen nachgerüstet werden.

Sorgenkind Landwirtschaft
Noch nicht zufrieden ist das Bafu mit dem übermässigen Russausstoss in der Land- und Forstwirtschaft. Während der Ausstoss bei den Baumaschinen zwischen 2005 und 2010 mehr als halbiert werden konnte, sank er bei landwirtschaftlichen Maschinen lediglich um 20 Prozent.

In der Landwirtschaft stünden viel mehr ältere Motoren im Einsatz als bei den Strassenfahrzeugen und den Baumaschinen, heisst es zur Begründung. Landwirtschaftliche Kreise monieren in diesem Zusammenhang immer wieder, dass die Nachrüstung mit Partikelfiltern zu kostspielig sei. (fors, sda)

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