G-8: Keine grundlegende Beschlüsse
Die Vertreter der G-8-Staaten sind sich beim Dinner einig über den Atomstreit mit dem Iran. (Keystone)
Von Fredy Gsteiger, diplomatischer Korrespondent Schweizer Radio DRS
Zum Auftakt des G-8-Gipfels begegneten sich erstmals Gastgeber US-Präsident Barack Obama und Frankreichs neuer Präsident François Hollande. Und zwar weit unverkrampfter, als manche befürchtet hatten. Obama fand in Hollande einen Verbündeten, dem Wirtschaftswachstum wichtiger ist als das Sparen.
Hingegen bekräftigte Hollande: Er werde gemäss seinem Wahlversprechen die französischen Kampftruppen schon dieses Jahr vollständig aus Afghanistan abziehen. Das dürfte Obama weniger freuen, was er sich aber nicht anmerken liess.
Grosse Krisenherde zum Dinner
Beim anschliessenden Dinner bei dem als letzter im Verlauf der Mahlzeit auch Hollande seine Krawatte ablegte, ging es um die grossen Krisenherde.
In Syrien fordern die G-8 eine Transition, verschweigen aber, was sie damit genau meinen. Im Fall Iran glauben sie, Teheran wolle nun dank der Sanktionen ernsthaft verhandeln. Sie fordern aber weit mehr Transparenz.
Nordkorea wird gewarnt, es werde künftig keine Hilfe mehr erhalten, wenn es weiter die Welt provoziere.
Die Länder des Arabischen Frühlings dürfen diesmal nicht mit grosszügigen Geldzusagen rechnen. Hingegen werden die Burma-Sanktionen gelockert, wenn auch erst graduell. Grundlegende Beschlüsse sind das alles nicht - doch mehr war auch nicht zu erwarten. (basn)
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