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  • Libyens Aufbruch in eine ungewisse Zukunft:

Wie wichtig ist das libysche Öl?

Libyen war vor dem Aufstand zwar nur 17. grösster Ölproduzent, dennoch trieb der Aufstand im Land den Ölpreis nach oben. Wie gross sind die libyschen Vorkommen? Wer ist daran beteiligt? Die Fakten im Überblick.

Produktion
Libyen produzierte vor dem Aufstand im März 2011 täglich 1,6 Millionen Barrel Öl. Es besitzt die grössten Ölreserven Afrikas und steht auf der Liste der weltgrössten Produzenten auf Platz 17. Als Folge der Unruhen stand die Erdölproduktion in der ersten Jahreshälfte 2011 teilweise vollkommen still, bevor sie gegen Ende des Aufstandes allmählich wieder anlief.

Ausländische Ölkonzerne
Zu den grössten ausländischen Ölkonzernen in Libyen gehören die deutsche Wintershall, eine Tochter des Chemieriesen BASF, sowie BP, Exxon Mobil, OMV, Shell, Eni, StatoilHydro.

Exporte
Das meiste libysche Öl wird exportiert. Der eigene Verbrauch wurde auf 270'000 Barrel pro Tag geschätzt. Mehr als 85 Prozent der Rohölexporte gehen nach Europa. Auch die Schweiz importiert Rohöl aus Libyen - seit der diplomatischen Krise um die Schweizer Geiseln aber immer weniger.

Noch im Jahr 2008 wurde hierzulande Rohöl für rund 3,3 Milliarden Franken aus Libyen gekauft. 2009 waren noch für gut 700 Millionen Franken. Die Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung für 2010 zeigen, dass der Abwärtstrend anhält. Allerdings führte dies in der Schweiz zu keinerlei Engpässen, da andere Lieferanten für Libyen eingesprungen sind. (ank, reuters)

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