Wirbelsturm «Sandy» wütet in der Karibik
Santiago de Cuba, im Osten Kubas, ist besonders hart getroffen. (Archiv Keystone)
Auf seinem zerstörerischen Weg durch die Karibik hat der Hurrikan «Sandy» mindestens 21 Menschen in den Tod gerissen und schwere Schäden angerichtet. Allein im Osten Kubas starben am Donnerstag nach Behördenangaben elf Menschen durch den Sturm.
Der Wirbelsturm richtete vor allem in den kubanischen Provinzen Santiago de Cuba und Holguín schwere Zerstörungen an. 330'000 Menschen mussten sich am Donnerstag in Sicherheit bringen, als der Hurrikan mit Windgeschwindigkeiten von 175 Stundenkilometern über den Osten des Landes hinwegfegte.
Allein in Santiago de Cuba brachte «Sandy» über 4000 Häuser zum Einsturz und beschädigte rund 27'000 weitere, wie die Behörden mitteilten. Es ist die schwerste Naturkatastrophe, die Kuba seit dem Hurrikan «Dennis» im Jahr 2005 heimgesucht hat.
Inseln von Versorgung abgeschnitten
In Haiti, das nur von Ausläufern des Wirbelsturms getroffen wurde, richtete «Sandy» ebenfalls schwere Schäden an. Nach Angaben des Innenministeriums starben neun Menschen, drei weitere wurden vermisst. In Jamaika kam ein Mensch ums Leben.
Auf den Bahamas wütete der Hurrikan anschliessend mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 169 Kilometern pro Stunde. Einige kleinere Inseln wurden von der Versorgung abgeschnitten. Für die Bevölkerung stünden 20 Notunterkünfte bereit, teilte das Rote Kreuz auf der Inselgruppe mit.
In der Nacht auf Freitag schwächte sich «Sandy» auf dem Weg Richtung USA zu einem Hurrikan der Stärke eins ab. Meteorologen warnten jedoch, dass er sich mit einem nordöstlichen Tiefdrucksystem vereinigen und zu einem Monstersturm heranwachsen könne, bevor er die US-Küste erreiche.
Behörden in Alarmbereitschaft
Laut Vorhersage des US-Hurrikanzentrums NHC soll «Sandy» sich in den nächsten Tagen parallel zur Ostküste der USA bewegen, bevor er Richtung Nordwesten schwenkt und am frühen Dienstagmorgen nächster Woche in der dicht besiedelten Region nördlich der Hauptstadt Washington auf Land trifft.
In Florida waren die Behörden bereits in Alarmbereitschaft. Bewohner der Küstengebiete wurden angewiesen, sich vorzubereiten und Vorräte anzulegen. In mehreren Landkreisen wurden die Schulen für den Rest der Woche. (mz, sda)
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