Dreifachmord Grenchen: Psychiater befragt
30. April: Der Prozess im Mordfall von Grenchen beginnt. Ein 35-jähriger ehemaliger Spitzensportler ist einer der Angeklagten. Er hat den Mord an der Familie gestanden und wird am 30. April zur Gerichtsverhandlung ins Solothurner Amtshaus geführt. (Keystone)
Der Dreifachmord von Grenchen hat für nationale Schlagzeilen gesorgt. Das Verbrechen im Schenkkreis-Milieu wird in diesen Tagen vor dem Solothurner Amtsgericht aufgerollt. Bilder vom Prozess und vom Tattag.
Der Psychiater sagt über den jüngeren der beiden Männer, er habe nur wenig Gefühl. Der Psychiater sagt aber auch, der Mann sei bei der Tat nicht überfordert gewesen, die Tat sei schliesslich geplant gewesen.
Agressiv wegen Anabolika?
Ausserdem hat der Psychiater zum älteren Angeklagten Auskunft gegeben. Der Psychiater sagt, dieser habe genau gewusst, was er mache, als er die Leute umgebracht hat. Er sei auch nicht wegen Anabolika agressiv verstimmt gewesen. Der Mann habe die Tat sehr bewusst verübt. Der Verteidiger des 35-jährigen Angeklagten befragte den Psychiater zu den Auswirkungen von Anabolika und Testosteron auf Aggressivität. Danach forderte der Verteidiger vor Abschluss des Beweisverfahrens ein Gutachten zu den Substanzen, die der ehemalige Spitzensportler vor der Tat eingenommen hatte und deren Auswirkungen.
Rolle der Angeklagten weiter unbekannt
Die 51-jährige Angeklagte habe in den Befragungen verschiedene Facetten gezeigt, so der Psychiater. Über deren Rolle - sie wird als Drahtzieherin des Dreifachmordes beschuldigt - war nichts Neues zu erfahren. (ackn, sda)
