Wasserkraftwerk Gösgen: Umbau-Pläne liegen auf
Dieses Bild wird wohl bald anders aussehen: 1) Staustrecke Wasserkraftwerk Gösgen (reicht bis Aarburg) 2) Wehr Winznau 3) Oberwasserkanal 4) «Alte Aare» 5) Wasserkraftwerk Gösgen 6) Unterwasserkanal (Alpiq Hydro Aare AG)
Das Wasserkraftwerk Gösgen ist seit 1917 in Betrieb. Vor einigen Jahren hat die Betreiberin Alpiq Hydro Aare AG die Maschinen erneuert, nun soll nochmals ein Umbau erfolgen. Unter anderem soll das Stauwehr bei Winznau neu gestaltet werden, weil es nicht erdbebensicher ist. Der Oberbau wird verschwinden, das Wehr wird künftig viel flacher sein.
Aare erhält neues Gesicht
Die Alpiq investiert gegen 60 Millionen Franken in die Erneuerung des Wasserkraftwerks Gösgen. Es wird künftig Strom für über 66‘000 Haushalte produzieren. Das sei etwa gleich viel wie heute, heisst es beim Kanton auf Anfrage. Zusammen mit den Umbauplänen möchte die Alpiq vom Kanton eine vorzeitige Konzessionserneuerung. Die laufende Konzession läuft bis 2027.
Schon der Umbau des Kraftwerks wird das Erscheinungsbild der Aare verändern. Zusätzlich erhält der Fluss aber auch durch den geplanten Hochwasserschutz ein neues Gesicht. So soll etwa der Fluss breiter und die Dämme stärker werden. Zudem sind neue Lebensräume für Vögel und Amphibien geplant, beispielsweise zwei Weiher bei Obergösgen. Und die alte Schwelle beim Bally-Park soll entfernt werden.
Pläne kommen vors Volk
Allein die Pläne des Kantons kosten 25 bis 30 Millionen Franken. Sie werden getragen vom Bund, dem Kanton und den Gemeinden. Zum Anteil des Kantons wird es im November 2012 noch eine Volksabstimmung geben.
Die Pläne sind im Internet abrufbar und liegen in den Gemeindeverwaltungen auf. Bis zum 6. Juli kann man sich schriftlich zur Richtplananpassung äussern. (jagm/meb)
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