Aargauer Regierung macht vorwärts bei Windenergie
Auf dem Heitersberg könnte es nun doch noch einen Windpark geben (keystone)
Die Abteilung für Raumplanung schlägt folgende sieben Standorte für die Nutzung der Windenergie vor: Die Gebiete Kienberg, Chreisacher, Laubberg und Wessenberg im Fricktal. Dazu den Heitersberg und den Sänneberg in der Region Baden Reusstal und den Lindenberg an der Grenze zum Kanton Luzern.
Einfachere Umsetzung für geplante Projekte
In den Gebieten Kienberg und Heitersberg bestehen bereits konkrete Projekte für Windkraftanlagen: Auf dem Heitersberg möchte die Mittelland Windenergie GmbH eine Windturbine erstellen und im Gebiet Kienberg plant die AEW Energie AG an einem Windpark. «Für diese Projekte gibt es neu mehr Planungssicherheit» sagt Jörg Hartmann von der Aargauer Abteilung für Raumentwicklung.
Kritische Reaktionen bei Standortgemeinden
Im Moment können die Gemeinden und Regionen um die sieben möglichen Standorte Stellung nehmen zu den Vorschlägen des Kantons. Die Reaktionen sind überall ähnlich: Windenergie wird zwar befürwortet, man müsse ja einen Ersatz für den wegfallenden Atomstrom suchen. Aber die Windkraftwerke sollen wenn möglich doch nicht in der eigenen Gemeinde stehen.
Die Gründe für die Kritik an den Plänen des Kantons sind allerdings verschieden: In Remetschwil am Fuss des Heitersberges möchte man die Bevölkerung selber entscheiden lassen und nicht einfach die Entscheide des Kantons umsetzen. In den Gemeinden Wölflinswil im Fricktal und Gansingen im Mettauertal macht man sich dagegen eher Sorgen um die intakte Naturlandschaft.
Öffentliche Vernehmlassung folgt
Nach der nun abgeschlossenen Behördenvernehmlassung wertet die kantonale Abteilung für Raumplanung die Rückeldungen der Gemeinden aus. Anschliessend soll die öffentliche Vernehmlassung Mitte Juni folgen. Gemessen an den Stellungnahmen der Gemeinden dürften noch einige stürmische Diskussionen auf den Kanton zukommen. (bras)
