Kalte Nacht hat Aargauer Winzern nicht geschadet
Die Ernte der Aargauer Winzer ist trotz der kalten Nacht gesichert. (keystone)
Peter Wehrli ist Präsident des Branchenverbandes Aargauer Wein und damit oberster Winzer des Kantons. Morgens um 3 Uhr stieg er aus dem Bett und kontrollierte die Temperatur in seinem Rebberg in Küttigen. Er konnte aufatmen, es gab keine Minusgrade. Peter Wehrli: «Zum Gück hatten wir Hochnebel, deshalb fielen die Temperaturen nicht so tief, wie die Meteorologen angekündigt hatten. Die Ernte ist für dieses Jahr gesichert.»
Auch andere Winzer aus dem Aargau konnten Entwarnung geben. Zum Beispiel Michael Wetzel aus Ennetbaden. Auch in seiner «Goldwand» gab es keinen Frost. Wetzel ist froh darüber. Er hat schon wiederholt beobachtet, dass es im Aargau weniger Frosttage gibt als in anderen Kantonen. Er erklärt dieses Phänomen mit den vielen Flüssen im Aargau. Diese würden ausgleichend wirken, sie würden dazu beitragen, dass sich die Luftschichten gut vermischen.
Gefährlich wird es für die Reben – und für andere landwirtschaftliche Kulturen – nämlich vor allem dann, wenn sich Kaltluftseen bilden, wenn also die kalte Luft absinkt und länger an einem Ort bleibt.
Die Reben allerdings überstehen auch längere Kaltperioden problemlos. Nicht der Stock stirbt ab, sondern nur die Triebe. Wenn das aber passiert, dann ist die Ernte eines ganzen Jahres verloren. (ulrs)
