Alle Kernkraftwerke in der Region waren 2011 sicher
Im Bild die Reaktoren I und II des Atomkraftwerks Beznau. Beznau I ist bald der älteste Reaktor der Welt. Das geht nicht, finden AKW Gegner in der Region Aargau Solothurn. Sie fordern darum die Stillegung. (keystone)
Für alle Reaktoren in der Region gilt laut Inspektorat für Nukleare Sicherheit (Ensi) dasselbe: «Alle Schutzziele waren im Berichtsjahr jederzeit vollumfänglich gewährleistet». Dieser Wortlaut wiederholt sich im Aufsichtsbericht bei den AKW Beznau, Leibstadt und Gösgen.
Am meisten «Vorkommnisse» in Leibstadt
«Die Kernanlagen in der Schweiz befinden sich in einem sicherheitstechnisch guten Zustand und weisen auch im internationalen Vergleich einen hohen Standard aus», wird der stellvertretende Ensi-Direktor Georg Schwarz in einer Mitteilung vom Freitag zitiert.
Die Zahl der «meldepflichtigen Vorkommnisse» sei im Jahr 2011 gesunken. 31 Meldungen wurden registriert. 7 Vorkommnisse betrafen das Kernkraftwerk Beznau, 5 das KKW in Gösgen, 11 Meldungen gab es zu Leibstadt. Das Zwischenlager für radioaktive Abfälle in Würenlingen (Zwilag) meldete kein Vorkommnis.
Ein «Vorkommnis» ist ein meldepflichtiges Ereignis. Im Fall von Leibstadt waren dies zum Beispiel ein fehlerhaftes Messgerät oder eine leichte Überdosierung von Strahlung in einem Kabelschacht.
Radioaktive Stoffe unter gesetzlichen Grenzwerten
Der Strahlenschutz sei zu jeder Zeit überall gewährleistet gewesen, hält das Ensi weiter fest. Die Kernkraftwerke würden über Abwasser und Abluft radioaktive Stoffe abgeben, die in ihrer Konzentration aber weit unter den bewilligten gesetzlichen Grenzwerten lägen.
Für den Aufsichtsbericht stützt sich das Ensi laut eigenen Angaben auf über 400 Inspektionen, Überprüfungen von Werksunterlagen und Analysen von Vorkommnissen. (velm)
