Aargau ist zufrieden mit Facebook und Twitter
Der Kanton Aargau will auch künftig auf Facebook und Twitter präsent sein, ein erster Pilotversucht ist positiv verlaufen. (Keystone)
Am 1. März 2012 machte der Kanton Aargau den Schritt ins digitale Zeitalter. Seit knapp sechs Monaten ist man nun mit einem Profil auf Facebook präsent und auch beim Kurznachrichtendienst Twitter aktiv. Die Angebote werden auch genutzt: Auf Facebook hat der Aargau rund 500 Freunde, auf Twitter lesen knapp 400 Leute regelmässig die Kurznachrichten des Kantons.
Interaktion als grosser Vorteil
Diese neuen sozialen Medien böten mehrere Vorteile, heisst es beim Kanton. Einerseits könne man sehr schnell Informationen verbreiten, wenn man zum Beispiel live aus einer Informationsveranstaltung Twitter-Nachrichten verschickt.
Andererseits findet über die sozialen Medien vermehrt ein Austausch mit der Bevölkerung statt, sagt Christoph Leuenberger von den Aargauer Kommunikationsdiensten: «Die Leute können direkt mit uns kommunizieren und wir können ihnen auch rasch antworten», das sei ein entscheidender Vorteil der sozialen Medien.
Pilotprojekt kostet rund 100'000 Franken
Das ganze Pilotprojekt, das von März bis Ende Jahr läuft, kostet rund 100'000 Franken. Der Grossteil davon entfällt auf Personal- und Infrastrukturkosten. Im Aargauer Regierungsgebäude wurde zum Beispiel ein Medienraum mit Videokameras ausgerüstet.
Zukunft gehört den Videos
«Video wird im Bereich der sozialen Medien in Zukunft noch wichtiger werden», sagt Christoph Leuenberger. Deswegen wolle man bald alle Medienkonferenzen des Kantons live ins Internet übertragen. So könnten sich interessierte Bürgerinnen und Bürger fast in Echtzeit informieren.
Wegen der positiven Zwischenbilanz werden die Kommunikationsdienste beantragen, dass das Projekt mit den sozialen Medien nächstes Jahr ordentlich weitergeführt wird. (bras)
