Illegaler Handel mit antiken Kulturgütern aufgedeckt
Baselbieter Polizei findet antike Münzen (zVg)
Der Festnahme vorausgegangen sind Ermittlungen, die sich über mehrere Monate erstreckt haben. Polizei und Staatsanwaltschaft vermuten, dass der festgenommene Mann während einiger Jahre einen schwunghaften Handel mit antikem Kulturgut betrieben hat, das hauptsächlich aus Raubgrabungen in Osteuropa stammt.
Mehrere Hausdurchsuchungen
Die Kulturgüter verkaufte der Tatverdächtige über Internet-Plattformen an Interessenten aus der ganzen Welt. Bei mehreren Hausdurchschuchungen in der Schweiz, Deutschland und Österreich konnten die Behörden über 14'000 antike Münzen und 800 weitere Kulturgüter wie Fibeln und Öllampen sicherstellen.
Verfahren eröffnet
Die Staatsanwaltschaft Baselland hat ein Strafverfahren gegen den Tatverdächtigen wegen gewerbsmässiger Hehlerei, mehrfachen Betrugs, Geldwäscherei und Widerhandlung gegen das Kulturgütertransfergesetz eröffnet. Gegen zwei mutmassliche Mittäter wurde ebenfalls ein Strafverfahren eröffnet.
Zusammenarbeit mit dem Bund
Den vorliegenden Fall von Antikenhehlerei konnten die Baselbieter Behörden aufdecken mit Hilfe einer Anzeige der Fachstelle internationaler Kulturgütertransfer des Bundesamts für Kultur. (pak)
