Socken aus Kröschenbrunnen für Afrika
Albert Schweitzer und Anna Joss in Kröschenbrunnen. (zvg)
Otto Zaugg ist ein ehemaliger Schüler von Anna Joss. Im Werkunterricht habe sie den Buben das «Loubsägele» beigebracht. Engelsfiguren oder Puzzles - was die Kinder nicht selber brauchten, wurde nach Afrika geschickt. Auch in der Sonntagsschule habe «Jumpfere Joss» von den Kindern in Afrika erzählt, die noch ärmer seien als die Kinder in Kröschenbrunnen.
Nelly Zaugg erinnert sich, wie Anna Joss später in den Dörfern von Bauernhaus zu Bauernhaus ging und um Geld, Dörrbohnen oder gestrickte Socken fürs Urwaldspital in Lambarene bat. Damit die Güter trocken am Zielort ankamen, wurden sie in Kambly-Dosen verschweisst.
Mehr als Güterlieferungen
Firmengründer Oscar Kambly aus Trubschachen unterstützte die Dorflehrerin Joss in ihrem Engagement für Albert Schweitzer. Sein Enkel Oscar Kambly - heutiger Besitzer der Firma Kambly - hat viel über die Geschichte von Anna Joss und Albert Schweitzer gehört und er ist von ihr tief beeindruckt. Es sei um mehr gegangen, als Dörrbohnen, Medikamente und Bretzeli nach Afrika schicken, sagt Oscar Kambly. «Es ist ein Mutmachen, dass es in der Not auf der Welt immer wieder Menschen gibt, die unbeirrbar an das Gute glauben.»
Anlass für das Theaterstück «Annas Afrika» ist das Jubiläum «100 Jahre Albert-Schweitzer-Spital in Lambarene» im Jahr 2013. Das Theater tourt vom 3. Mai bis 27. September 2012 durch die Schweiz. (haee)
