Auch Doris Leuthard schafft im Wallis keine Klarheit
Bundesrätin Doris Leuthard steht Red und Antwort, aber Fragen zur Umsetzung der Zweitwohnungs-Initiative bleiben offen. (Keystone)
Die Walliser Gemeindepräsidenten wollten vor allem wissen, was sie dieses Jahr noch bewilligen dürfen und was nicht. Die Kantonsregierung hatte den Gemeinden grünes Licht gegeben: Man könne bis Ende Jahr noch Bewilligungen für Zweitwohnungen erteilen. Bundesrätin Doris Leuthard aber emfpahl den Präsidenten, diese Gesuche zu sistieren: «Die Anwendung der Initiative bis Ende Jahr ist strittig. Wenn man bewilligt, geht man also das Risiko ein, dass die Gerichte entscheiden.»
Mit dieser Antwort zeigten sich die Gemeindepräsidenten gestern abend nicht sehr zufrieden, zum Beispiel Graziella Walker, die Gemeindepräsidentin der Riederalp: «Wenn wir bewilligen, machen wir möglicherweise einen Fehler und können zur Rechenschaft gezogen werden. Aber wenn wir zu unrecht nicht bewilligen, ist es auch falsch. Es ist ganz und gar nicht klar, was wir jetzt eigentlich können und was nicht.» (eyer)
