Abenteurer aus dem Gürbetal ist Romanfigur
Franziska Streun erzählt im Regionaljournal über ihren Roman «Rückkehr ohne Wiederkehr» über den Auswanderer Rodolfo von Wattenwyl. (SRF)
Zehn Jahre verbrachte der gebürtige Berner Oberländer in Argentinien. Detailliert beschrieb er das Leben dort - inklusive Überfall durch Indianer - in Briefen an seine Familie in der Schweiz. Nach seiner Rückkehr wurde Rodolfo von Wattenwyl Gemeindepräsident von Uttigen und er war 28 Jahre lang Berner Grossrat.
Ergänzt mit Emotionen
Die Journalistin Franziska Streun hat von Wattenwyls Briefe aus Argentinien mit einem fiktiven Tagebuch ergänzt. «Mich dünkte beim Lesen der Briefe, da fehle ein Stück dieses Rodolfo». So erahnte die Autorin zum Beispiel das Motiv, warum er ausgewandert war und sie dichtete ihm eine heimliche Liebe an.
Franziska Streun ist familiär mit von Wattenwyls Geschichte verbunden: Ihr Ururgrossvater Gottlieb Künzi aus Uttigen hat 1876 Rodolfo von Wattenwyl in Argentinien besucht. Ob die beiden wirklich von Indianern an ein Bahngleis gefesselt wurden, wie ihr erzählt worden ist, ist nicht verbrieft. (haee)
