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Freitag, 15.6.2012

Kanton Freiburg setzt erstmals eine PUK ein

Das Freiburger Kantonsparlament hat am Freitag erstmals eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) beschlossen. Sie soll untersuchen, wie es zu den Mehrkosten beim Bau der Poyabrücke kommen konnte.

Der Beschluss für eine PUK kam im Freiburger Kantonsparlament dank einer Allianz zwischen der Linken und der SVP zustande. Sie hatten beide Anfang Woche zwei fast identische Eingaben mit dieser Forderung eingereicht.

Mehrere Grossräte sagten, unter solchen Mehrkosten leide die Glaubwürdigkeit der Behörden bei weiteren Strassenbauprojekten. Der zuständige Staatsrat Maurice Ropraz sagte, die Mehrkosten seien vor allem auf geologische Probleme zurückzuführen. In Zukunft müsse der Kanton dem Volk ausgereifte Projekte zur Abstimmung vorlegen.

Genehmigung des Baukredits eilte
Der Baukredit war dem Volk 2006 in aller Eile vorgelegt worden, damit der Kanton von 50 Millionen Franken Bundessubventionen profitieren konnte. Damals hiess es, die Brücke koste 120 Millionen Franken. Unterdessen lauten die Kostenschätzungen auf 211 Millionen.

Die 850 Meter lange Poyabrücke soll die Freiburger Altstadt vom motorisierten Individualverkehr entlasten. Sie befindet sich im Bau. Die neue Brücke wird 70 Meter Höhe über der Saane geführt. Zur insgesamt 1,4 Kilometer langen neuen Verbindung gehört auch ein 250 Meter langer Tunnel. (liec, sda)

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