Repower unter Beschuss
Der Bündner Stromkonzern Repower wird beschuldigt, wettbewerbswidrige Preisabsprachen getroffen zu haben. (Keystone)
Die italienische Wettbewerbsbehörde beschuldigt den Bündner Stromkonzern Repower der wettbewerbswidrigen Preisabsprachen. Die Energiegesellschaft im südbündnerischen Poschiavo wurde dafür mit 106'156 Euro gebüsst. Die unzulässigen Preisabsprachen von Repower und zwei weiteren Kraftwerkbetreibern sollen in Offerten an die Netzbetreiber in Süditalien festgestellt worden sein.
Repower: «Grosses Erstaunen»
Repower nahm den Entscheid der Wettbewerbsbehörde Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato «mit grossem Erstaunen» zur Kenntnis, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Die Schlussfolgerungen der Behörde teilt Repower nicht.
Der Energiekonzern wirft den Wettbewerbswächtern vor, die Untersuchung aufgrund unzutreffender Analysen und Annahmen geführt zu haben. Zudem soll die Behörde im Verlaufe des Verfahrens die Vorwürfe geändert haben. Der Stromkonzern erwägt nun, den Entscheid der Wettbewerbsbehörde vor Gericht anzufechten. (sda, wehm)
