Einbrecherbande zerschlagen
Ein Häftling konnte sich aus den Handschellen lösen und ist in Laufenburg getürmt. Passiert ist das Ganze auf einem begleiteten Spaziergang. (Keystone)
Dabei soll die Bande Uhren und Schmuck im Wert von über einer Million Euro erbeutet haben, wie die Ermittler am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Bregenz mitteilten. 16 Mitglieder der kriminellen Vereinigung, darunter befindet sich der Rädelsführer, wurden bisher verhaftet, drei Personen sind derzeit noch flüchtig.
Immer gleiches Vorgehen
Die Täter gingen stets nach dem gleichen Muster vor. In Gruppen von zwei bis vier Männern zerstörten sie nachts die Schaufenster von Juweliergeschäften in Innenstadtlage, griffen sich durch das entstandene Loch bevorzugt hochwertige Markenuhren sowie weitere Schmuckstücke und entkamen damit.
Die rumänische Einbrecherbande schlug in Deutschland, Österreich, aber auch in der Schweiz - unter anderem in den Kantonen St. Gallen und Graubünden - zu.
44-Jähriger als Haupttäter
Als Haupttäter gilt ein 44-jähriger Rumäne, der die Straftaten organisiert haben soll. Die Beute wurde vermutlich nach Rumänien gebracht und dort verkauft. Der Verbleib des Diebesgutes sei derzeit unbekannt, so die Ermittler. Der 44-Jährige wurde Anfang April 2012 in seiner Heimat festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert. Bei seiner ersten Einvernahme habe er sich nicht geständig gezeigt.
Einbrecher warten auf Prozess
Sieben der insgesamt 19 bekannten Mitglieder der Bande wurden in Rumänien festgenommen, fünf in Österreich und je zwei in der Schweiz und Italien. Sieben wurden bereits rechtskräftig zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, weitere warten in Österreich, der Schweiz und Deutschland auf ihren Prozess.
