Vor 10 Jahren: 71 Tote bei Absturz in Überlingen
Entsetzen und Trauer an der Unfallstelle (Keystone)
Eine eigentliche Absturzstelle gab es nicht: Leichen- und Wrackteile waren kilometerweit verteilt. Die Aufräumarbeiten dauerten mehrere Wochen. Kurz nach dem tragischen Unglück wurde Kritik an Skyguide, der Flugsicherungsgesellschaft laut.
Kritik an Skyguide
Die Kritik war nicht unbegründet. Wie sich herausstellte, geschahen in der Unglücksnacht gleich einige, gravierende Fehler. So war beispielsweise gerade einmal ein Fluglotse für die Überwachung des gesamten Luftraums zuständig.
Fluglotse wurde niedergestochen
Er galt denn auch als Hauptverantwortlicher der Katastrophe. Zum Prozess gegen ihn kam es jedoch nicht. Vitali Kalojew, der beim Unglück seine beiden Kinder und seine Frau verloren hatte, stach den Fluglotsen vor seinem Haus nieder – und musste dafür fünf Jahre ins Gefängnis.
Skyguide-Mitglieder verurteilt
Fünf Jahre dauerte es, bis es vor dem Bezirksgericht Bülach zum Prozess gegen acht Skyguide-Mitglieder kam. Vier von ihnen wurden der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen. In der Zwischenzeit hat Skyguide zudem die Sicherheitsvorkehrungen verbessert. (bram)
