Abklärungen zur Strafanzeige des Stadtammanns
Kompetenzen überschritten? Josef Mattle ist unter Beschuss. (zvg)
Es sei es der Bevölkerung schuldig, auf Unrecht aufmerksam zu machen, sagt Finanzverwalter Julius Schulthess gegenüber dem Regionaljournal. Gleichzeitig bestätigt er, die besagte Zahlung von 54'000 Franken ausgelöst zu haben, im Auftrag des Stadtammanns.
Er habe erst im Nachhinein gemerkt, dass damit etwas nicht stimme, so Schulthess. Darauf habe er das Gespräch mit dem Stadtrat gesucht und seinen Chef angezeigt.
Stadt bedauert Vorgehen
Bei der Stadt Bischofszell bedauert man das Vorgehen des Finanzverwalters, wie Frau Vize-Stadtammann Helen Jordi erklärt. Sie hätte gehofft, den Vorfall intern klären zu können. Schliesslich sei das Geld in der Zwischenzeit wieder auf dem Konto der Stadt.
Josef Mattle selbst weist jegliche Schuld von sich. Er habe die Überweisung veranlasst, schliesslich habe die Stadt Bischofszell mit der Tour de Suisse einen Lizenzvertrag gehabt. Als er realisierte, dass dem Finanzverwalter die Zahlung nicht passte, habe er das Geld zurücküberwiesen, so Mattle gegenüber dem Regionaljournal.
Am Mittwochabend hat sich der Stadtrat zu einer Sitzung getroffen, um die ganze Angelegenheit zu klären. Am Schluss wurde beschlossen, weitere Abklärungen zu machen, Fragen zu klären und erst dann wieder zu informieren. Bis nächste Woche sollten dies geklärt werden, sagt Frau Vize-Stadtammann Helen Jordi weiter. Die Strafanzeige wegen des Verdachts auf Veruntreuung läuft. (kobk, bram)
