Fassungslosigkeit nach Grossbrand in Arbon
Die Schutthaufen türmen sich rund zwei Meter hoch. Die Feuerwehr ist immer noch im Einsatz. (SRF)
5 Hallen sind bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Die Feuerwehr bekämpfte am Morgen noch letzte Glutnester und Schwelbrände. Als nächstes werden die Brandruinen abgebrochen. Experten der Kantonspolizei ermitteln die Brandursache, die noch immer unklar ist.
Fassungslose Mitarbeiter
Angestellte, welche für Saurer Textilmaschinen herstellen, konnten es kaum fassen: «Wir sind schockiert, wo gestern noch unsere Lagerhalle stand, ist nichts mehr.» In der Lagerhalle wurden teure Ersatzteile ein Raub der Flammen.
Beim Brand entstand Sachschaden von mehreren Millionen Franken. Bei den Löscharbeiten wurden gemäss Einsatzleiter Manuel Britschgi vier Männer verletzt: Einer erlitt Verbrennungen, zwei eine Rauchvergiftung, und einem Feuerwehrmann fiel ein Balken auf den Kopf.
Probleme mit der Hitze
Mehrere Feuerwehrleute mussten wegen Hitzestaus vor Ort behandelt werden. Die Hitze war gemäss Britschgi das grosse Problem beim Löschen des Feuers. «Wir konnten die Flammen nur aus der Distanz bekämpfen», sagt der Einsatzleiter. Darum wurde auch ein Helikopter eingesetzt.
Inhaberin des 200'000 Quadratmeter grossen Areals ist die Generalunternehmung HRS, die die Hallen an 47 Firmen vermietet. 10 wurden komplett zerstört, vier weitere sind in Mitleidenschaft gezogen worden. «Einige dieser Firmen stehen jetzt vor dem Nichts», sagt Patrick Hug, Stadtammann ad interim. «Es ist eine Katastrophe für den Werkplatz Arbon», so Hug.
Lösungen für betroffene Firmen suchen
Hug war vor Ort, um zwischen den Firmeninhabern und der Inhaberin des Areals, der HRS, zu vermitteln. Auf dem Areal gibt es noch leere Hallen. Hug hofft, dass möglichst viele der vom Brand betroffenen Firmen in diesen Hallen, die ebenfalls HRS gehören, unterkommen und dort weiter arbeiten können. (gemp/zuers, sda)
