Sprengstoff und Leiche in Brülisau gefunden
In dieser illegal errichteten Behausung lebte der Verstorbene. (zvg)
Der 80jährige hatte die Behausung während rund 30 Jahren eigenhändig und in Etappen erstellt. Das schreibt die Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden.
Der in der Hütte gelagerte Sprengstoff wurde laut der Polizei früher für Sprengungen von Baumstrünken gebraucht und konnte legal erworben werden. Die Polizei geht deshalb nicht davon aus, dass der Mann eine Gefahr für die Bevölkerung darstellte.
Auch Waffen gefunden
Der Verstorbene hatte ausserdem eine Garage in Brülisau gemietet. Dort fand die Polizei Waffen. Die Waffen und der Sprengstoff wurden sichergestellt. Der Mann sei im Dorf bekannt gewesen, sagt Roland Koster von der Kantonspolizei Appenzell Innerhoden. Von einem Einsiedler könne man nicht sprechen.
Natürlicher Tod
Die Behausung ist von aussen und aus der Luft praktisch nicht zu sehen. Was mit der Hütte passiert, ist noch nicht klar. Derzeit wird die Hütte durch das Amt für Umweltschutz geräumt.
Die Polizei wurde auf die Behausung aufmerksam, weil sie einen Hinweis bekam. Sie wurde informiert, dass sich der 80jährige seit längerem nicht mehr gemeldet habe. Nach längerem Suchen fand die Polizei die stark verweste Leiche. Der Mann ist an einem natürlichen Tod gestorben. (gemp/inap)
