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Mittwoch, 2.5.2012

Peruaner kritisieren Bergbau-Firma Xstrata

Eine Delegation aus der peruanischen Provinz Espinar kritisiert die Geschäftspraktiken des Bergbaukonzerns Xstrata mit Sitz in Zug. Das Unternehmen verursache Umweltverschmutzungen und soziale Spannungen.

Kritisieren die Geschäftspraktiken von Xstrata: Oscar Mollohuanca, Sergio Huamani; Ruth Luque

Der Bergbaukonzern Xstrata gehört zu den grössten Rohstoff-Unternehmen der Welt. In Espinar baut Xstrata vor allem Kupfer ab und will sein Unternehmen erweitern.

Oscar Mollohuanca Cruz ist Bürgermeister der Provinz Espinar im Süden Perus. Er wirft als Sprecher der dreiköpfigen Delegation der Firma vor, der Kupferabbau bringe Schwermetalle in Gewässer und Böden und beeinträchtige die Gesundheit der bäuerlichen Bevölkerung und ihrer Tiere. Er hat deshalb gegen die peruanische Xtrata-Tochter Strafklage eingereicht.

Ausserdem, so seine Kritik, nehme das Unternehmen immer mehr Einfluss auf die sozialen Organisationen, kontrolliere lokale Medien und entwickle dadurch grosse Macht, ohne demokratisch legitimiert zu sein.

Xstrata weist Vorwürfe zurück
Die Firma Xstrata weist in einer schriftlichen Stellungnahme diese Vorwürfe zurück. Sie respektiere Umweltstandards und soziale Regulierungen. Überdies engagiere sie sich mit jährlich drei Prozent des Gewinns in Entwicklungsprojekten, in den letzten Jahren über 70 Millionen Dollar.

Der Bürgermeister von Espinar dagegen kritisiert die offizielle Darstellung des Unternehmens. Sie leugne die Realität vor Ort.

Bitte um Unterstützung der Schweizer Politik
Die Delegation hofft auf Unterstützung aus der Schweiz. Die Politik könne Gesetze erlassen, welche von international tätigen Unternehmen die Respektierung der selben Umwelt- und Sozialstandards wie in der Schweiz auch für Geschäfte im Ausland verlangen.

Dieses Anliegen unterstützt die Bethlehem Mission Immensee. In ihrer Projektarbeit in Peru erlebe sie die Probleme mit dem Bergbau-Unternehmen direkt, erklärt der Lateinamerikaverantwortliche Paul Mathis. (eism)


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