Fischer wollen «Güllen-Sünder» härter bestrafen
Die Bussen müssten verdoppelt werden, fordert Franz Häfliger, Präsident des Luzerner Fischereiverbandes. Beim Kanton stösst diese Forderung auf taube Ohren. Höhere Strafen wären kontraproduktiv, weil die Bauern Unfälle so nicht mehr melden würden, heisst es auf Anfrage beim Lawa, der Dienststelle Landwirtschaft und Wald. Der Kanton will mit einer neuen Kampagne die Bauern sensibilisieren.
In Schlierbach gelangten am Samstag und Sonntag rund 30 Kubikmeter unverdünnte Schweinegülle in mehrere Gewässer. Eine private Fischzucht hat deswegen rund 1'500 verendete Regenbogenforellen und Bachsaiblinge zu beklagen. Zudem gingen rund 3'000 Bachforellen ein. Die Gülle war aus einer undichten Jauchegrube eines Bauernbetriebes ins Wasser gelaufen.
In Rothenburg gelangten am vergangenen Freitag Fäkalien in den Gärbibach. Dies wegen einer verstopften Abwasserleitung. Rund 600 Bachforellen gingen deswegen ein. (mz,kp, sda)
