Weiterer Widerstand gegen Nidwaldner Wahlsystem
Das Komitee bekämpft mit dem Gegenvorschlag den vom Landrat beschlossenen Wechsel vom bisherigen Proporz zum Proporzmodell doppelter Pukelsheim. Nach einem Entscheid des Bundesgerichtes darf Nidwalden bei den nächsten Wahlen 2014 die Parlamentssitze nicht mehr nach dem bisher angewandten Proporz verteilen.
Mit dem doppelten Pukelsheim wird zuerst der Sitzanspruch jeder Partei für den ganzen Kanton errechnet. Dann werden die Sitze auf die Wahlkreise (Gemeinden) und schliesslich innerhalb der Listen auf die Kandidaten verteilt. Dem Referendumskomitee ist dies zu kompliziert. Es schlägt deshalb eine Rückkehr zum Mehrheitswahlverfahren vor.
Gegen den doppelten Pukelsheim opponiert auch die SVP. Sie reichte einen Gegenvorschlag ein, der die Schaffung von Wahlkreisverbänden vorsieht. Nach Angaben der Partei erhielt diese Lösung 681 beglaubigte Unterschriften. (sda,mz)
