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Freitag, 1.6.2012

Nachtschicht im Asylzentrum Eichhof

Das Thema «Sicherheit» hat beim Luzerner Asylzentrum Eichhof einen hohen Stellenwert. Rund um die Uhr schauen Securitas-Mitarbeiter, die Caritas und Zivilschützer zum Rechten.

Sie sind vielfältig, die Sicherheitsvorkehrungen im und um das Asylzentrum Eichhof. Einerseits wird beim Eingang akribisch darüber Buch geführt, wer kommt und geht. Die Zivilschützer notieren Namen, Zeiten und die Ausweisnummern der Bewohner des Asylzentrums.

Kontrollen unausweichlich
«Es ist wichtig, bei den Notizen genau zu sein», sagt Marco Pieren, der Einsatzleiter des Zivilschutzes, gegenüber dem Regionaljournal Zentralschweiz. «Besonders bei einem Brandfall oder wenn jemand einen Bewohner sucht, behalten wir so die Übersicht.» Daneben gilt im Asylzentrum Eichhof ein klares Zutrittsregime: Wer nicht hier wohnt oder nicht ausdrücklich zum Besuch angemeldet ist, kommt auch nicht rein.

Sicherheit vermitteln und garantieren
Um die Anwohner rund um das Asylzentrum Eichhof zu schützen, patroullieren Securitas-Mitarbeiter auf dem Gelände. Sie sind auch in der Nacht präsent. Reklamationen der Anwohner gibt es laut der Securitas meistens wegen zuviel Lärm, wenn die Asylsuchenden Abends draussen Musik hören und miteinander reden.

Mehr Kleinkriminelle
Ansonsten verlaufen die Nächte in der Zivilschutzanlage in der Regel ruhig. Die Betreuer mussten bisher in einem Streitfall schlichten. Anders ist die Lage in der Stadt Luzern. Beat Hensler, Kommandant der Luzerner Polizei, ortet im Gespräch verschiedene Brennpunkte: «Besonders vor dem Bahnhof und dem KKL hat sich die Situation verschärft.»

Hensler relativiert die momentane Situation aber: «Drogenhandel, Verschmutzungen und Diebstähle gab es dort schon bevor Luzern mehr Asylsuchende zugewiesen bekam.» Doch in letzter Zeit hätten Taschendiebstähle und kleinere Drogendelikte zugenommen. (laur/frea/fiss)

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