Schwyzer Regierungsrat Peter Reuteler tritt zurück
«Ich fühle mich motiviert, gesund und fit, und die Aufgabe als Regierungsrat macht mir grosse Freude», wird Reuteler in einer Medienmitteilung der Schwyzer Staatskanzlei vom Montag zitiert. Trotzdem habe er sich entschieden, bei den nächsten Regierungsratswahlen nicht mehr anzutreten.
SVP will Sitz
Die SVP strebt einen dritten Sitz in der Schwyzer Regierung an. Ob dies der frei werdende Sitz von Peter Reuteler oder der des ebenfalls zurücktretenden SP-Regierungsrates Armin Hüppin sei, spiele keine Rolle, sagt Parteipräsidentin Judit Übersax.
Die CVP sei mit der jetztigen Konstellation im Regierungsrat zufrieden und wolle die beiden bisherigen Sitze verteidigen, sagt Parteipräsident Andreas Meyerhans. Der SP komme diese zweier Vakanz nicht ungelegen, so sei es einfacher den SP-Sitz zu verteidigen, sagt Fraktionschef Patrick Notter.
FDP-Parteipräsident Vincenzo Pedrazzini ist sich allerdings sicher, dass die FDP den frei werdenden Sitz von Peter Reuteler verteidigen könne. Mit der frühzeitigen Bekanntgabe seines Verzichts ermögliche er seiner Partei, bereits jetzt mit möglichen Kandidatinnen oder Kandidaten Gespräche zu führen.
Erst Kantonsparlamentarier
Reuteler wurde 2004 in die Schwyzer Regierungsrat gewählt. Er übernahm als Nachfolger von Fritz Huwyler das seinerzeitige Justizdepartement und führte seit seiner Wiederwahl 2008 das neu geschaffene Sicherheitsdepartement.
Vor seiner Regierungstätigkeit gehörte Peter Reuteler von 1995 bis 2004 dem Schwyzer Kantonsrat an und war von 1990 bis 1996 Mitglied der Rechnungsprüfungskommission seiner Wohngemeinde Wollerau.
Reuteler bleibt bis zum 30. Juni 2012 Regierungsrat. Zu seinen Amtsgeschäften, die er bis dann zu erledigen hat, zählen vor allem die Inkraftsetzung der neuen Kantonsverfassung und der Abschluss der laufenden Kommunaluntersuche aller 33 Gemeinden.
Reuteler ist auch in zahlreichen interkantonalen Gremien aktiv: Er ist unter anderem Präsident der Zentralschweizer Polizeidirektorenkonferenz, Präsident der Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch und als Vertreter der Schwyzer Regierung in der Konferenz der Kantone (KdK). (sda/frea)
