Zürcher Ombudsmann hat weniger zu tun
Weniger Arbeit für Ombudsmann Thomas Faesi. (zvg)
Den Rückgang von Beschwerden führt Faesi zum einen auf eine erneute Reduktion von Migrationsbeschwerden zurück. Diese sind in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen. 2009 waren es noch 95, bis im Jahr 2011 ging die Zahl auf 39 zurück.
Kritik an der Person
Der Rückgang der Beschwerden könnte aber auch mit der Person Thomas Faesi zusammen hängen. Konkret mit dessen Wiederwahl. Dies bestätigt auch Thomas Faesi selber.
Die Wahl war von einigen Misstönen begleitet. Im Vorfeld waren Vorwürfe an Faesis Amtsführung laut geworden. Mitarbeiter beklagten sich, der Ombudsmann engagiere sich zu wenig, sei unregelmässig anwesend und lasse wichtige Fälle liegen.
«Ich denke, diese Diskussionen könnten dazu geführt haben, dass das Vertrauen in die Institution verloren ging», sagte Thomas Faesi.
Vertrauen wieder hergestellt
Der Kantonsrat liess sich jedoch nicht auf politische Ränkespiele ein und bestätigte Faesi einstimmig in seinem Amt. Und der Vertrauensverlust scheint ebenfalls überwunden: In den Monaten November und Dezember erreichten die Beschwerden fast wieder das Niveau des Vorjahres. (marn/sda)
