Keine Klagen nach einem Monat Parkhaus Opéra
Alle sind zufrieden mit dem Parkhaus Opera. (ZVG, Amag)
1996 verabschiedete der Zürcher Gemeinderat den historischen Parkplatzkompromiss. Der Grundsatz: Die Stadt soll für Fussgänger attraktiver werden und dafür sollten möglichst viele oberirdische Parkplätze verschwinden. Sie müssen jedoch eins zu eins in Parkhäusern unterirdisch ersetzt werden.
50 bis 70 Prozent Auslastung in den ersten sechs Wochen. «Unsere Erwartungen wurden voll erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen», sagt Markus Gamper, Sprecher der Amag, welche das Parkhaus Opéra betreibt. Die Amag ist deshalb sehr zufrieden - und zuversichtlich, dass immer mehr Autofahrerinnen und Autofahrer das Parkhaus beim Bellevue nutzen werden.
Abteilung Verkehr: Stauprobleme gelöst
Ebenfalls zufrieden ist man bei der Stadt: Die Dienstabteilung Verkehr hatte zwar anfangs mit Staus zu kämpfen. «An der Falkenstrasse konnten die Autos, welche links ins Parkhaus abbiegen wollten, nicht durchfahren, weil ihnen Fahrzeuge auf der Spur Richtung See im Weg standen», erklärt Sprecher Heiko Ciceri.
Doch diese Probleme seien jetzt gelöst: «Wir haben eine Ampel umprogrammiert und einen weissen Balken auf die Strasse gemalt, hinter dem die Autos halten müssen.»
Tiefbauamt: Alles problemlos
Beim stadtzürcher Tiefbauamt freut man sich, weil die oberirdischen Parkplätze problemlos aufgelöst werden konnten. Denn als das Parkhaus mit seinen offiziell 249 öffentlichen Parkplätzen eröffnet wurde, mussten eben so viele oberirdische Parkplätze in der Nachbarschaft verschwinden. Das schreibt der historische Parkplatzkompromiss vor.
Hier nimmt es die Stadt allerdings kurzfristig nicht ganz so genau: Im Parkhaus stehen 299 statt 249 Parkplätze zur Verfügung. Was mit den überzähligen 50 geschehen soll, darüber diskutiert die Stadt noch mit der Parkhausbetreiberin.
Vorübergehend 90 Parkplätze zu viel
Und in der Fraumünsterstrasse blieben 41 Parkplätze bestehen, obwohl die Stadt sie hätte auflösen müssen. «Die Fraumünsterstrasse wird ab September saniert», erklärt Stefan Hackh, Sprecher des Tiefbauamtes. Deshalb habe man davon abgesehen, diese Parkplätze zu entfernen.
So sind im Moment auch die Besitzer der Geschäfte rund um den Münsterhof noch zufrieden. Doch wie lange die positive Stimmung hält, ist nicht klar. Denn spätestens Anfang 2015 ist die Sanierung des Münsterhofes abgeschlossen. Dann verschwinden dort 55 Parkplätze - und die Befürchtungen, dass deshalb weniger Kunden kommen, dürften wieder laut werden. (fren)
