«Helvetas muss sich international mehr verankern»
Elmar Ledergerber, Alt-Stadtpräsident von Zürich, ist neuer Präsident von Helvetas (SRF)
Er bringe 30-jährige Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit mit, so Elmar Ledergerber. Schon in den 80er-Jahren habe er als Leiter eines Beratungsbüros Mandate in der Entwicklungszusammenarbeit betreut. Als neuer Präsident von Helvetas will er die Organisation noch besser international verankern. So plant er im EU-Raum eine Helvetas-Niederlassung. Derzeit ist Helvetas in 32 Ländern auf vier Kontinenten tätig und realisiert Projekte mit einem Jahresbudget von rund 110 Millionen Franken.
Ackermann-Nachfolge im September
Elmar Ledergerber will für den Präsidentenposten einen bis anderthalb Tage pro Woche einsetzen. Weitere zwei Tage ist er Präsident von Zürich Tourismus. Dort beschäftigt ihn derzeit vor allem die Suche nach einem Nachfolger für Direktorin Marlies Ackermann, die Zürich Tourismus vor einem Monat in gegenseitigem Einvernehmen verlassen hat. Ledergerber ist überzeugt, dass die Nachfolge im September bekannt ist.
Zürich: Qualität und Emotionen
Zürich habe unter der Eurokrise nicht so fest gelitten wie andere Schweizer Tourismusregionen. Trotzdem dürfe sich Zürich nicht ausruhen: «Zürich kann mit dem Ausland nur über die Qualität konkurrieren. Wir müssen bessere Qualität bieten, ein besseres Produkt - und wir müssen Emotionen bieten!»
Partnerin, Kind und Hund
Drei Jahre nach seinem Rücktritt als Zürcher Stadtpräsident ist der 68-jährige Ledergerber zufrieden mit seinem Leben. Seine beiden Präsidentenämter würden ihn rund drei Tage pro Woche beanspruchen, den Rest seiner Zeit verbringe er mit seiner Partnerin, seinem Sohn - und seinem «Hundeli» Fuchur. «Sie müssen sich keine Sorgen machen um mein Zeitbudget - es ist eher zu knapp.» (bruc)
