Roma-Bericht: Kein Verfahren gegen Weltwoche
Rassismus-Strafnorm nicht verletzt: Das umstrittene Titelbild der Weltwoche (srf)
Die Weltwoche hat die Rassismus-Strafnorm mit ihrem Bericht über kriminelle Roma nicht verletzt. Die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft hat das Strafverfahren gegen das Wochenmagazin eingestellt.
Der umstrittene Bericht über kriminelle Roma sei nicht grundsätzlich gegen das Volk der Roma gerichtet, begründet die Oberstaatsanwaltschaft ihren Entscheid. Er setze sich einfach mit den Straftaten von gewissen Clans auseinander. Das Titelbild, welches einen Roma-Jungen mit gezückter Pistole zeigt, bringe dies zum Ausdruck. Auch unter Einbezug des Bildes werde die Rassismus-Strafnorm nicht verletzt.
Das Verdikt der Oberstaatsanwaltschaft ist allerdings noch nicht endgültig. Gegen den Entscheid kann Beschwerde eingereicht werden.
Viel Wirbel nach Veröffentlichung
Das Titelbild der Weltwoche vom 5. April löste heftige Reaktionen aus. In der Schweiz, in Österreich und Deutschland gingen Anzeigen wegen Rassismus gegen die Weltwoche ein.
