• Programm
  • Nachrichten
  • Über uns
  • SRF Shop
  • Blogs
  • Meine Meinung
  • Podcasts
  • Spiele
  • Themen
  • A
  • A
  • A
  • Radio ein
  • Empfang
  • Hilfe
  • Kontakt
  • Home
  • Dossiers zu «Sport»
    • Doping: Wenn Sportler betrügen
    • London 2012 ist Geschichte
  • Programme
    • SR DRS
    • DRS 1
    • DRS 2
    • DRS 3
    • DRS 4 News
    • DRS Musikwelle
    • DRS Virus
    • Radio Swiss Classic
    • Radio Swiss Jazz
    • Radio Swiss Pop

Sie befinden sich auf einer archivierten Webseite von Schweizer Radio DRS.
Den aktuellen Webauftritt von Schweizer Radio und Fernsehen finden Sie auf www.srf.ch

  • Regional:
  • Zürich Schaffhausen:
  • Doping: Wenn Sportler betrügen:

Doping-Fälle: Was Verdächtigen alles einfällt

Viele Sportler schweigen nach einem positiven Dopingtest einfach. Andere behaupten, sie hätten von nichts gewusst. Wiederum andere Athleten haben derart haarsträubende Erklärungen parat, dass es dem Zuhörer beinahe die Sprache verschlägt. Eine Auswahl wirklich ungewöhnlicher Erklärungen:

Für viele Sportfans ist die Tour de France immer unattraktiver geworden. (Keystone)

 

Sprinter Justin Gatlin: Der Masseur
Justin Gatlin - Olympiasieger, Ex-Weltmeister und Ex-Weltrekordhalter - war schon in mehrere Dopingfälle verwickelt. 2001 wurden bei ihm Amphetamine nachgewiesen. Damals kam Gatlin mit der Behauptung durch, das Testergebnis gehe auf die jahrelange Einnahme von Medikamenten zurück. 2006 wurde Gatlin erneut positiv getestet, dieses Mal auf Testosteron. Wieder hatte er eine Entschuldigung parat: Der Masseur habe ihm die Beine mit einer testosteronhaltigen Salbe «positiv massiert». Der Beschuldigte wies die Vorwürfe erbost zurück, Gatlin wurde gesperrt.

Radfahrer Tyler Hamilton: Die Chimäre
Auch Zeitfahr-Olympiasieger Tyler Hamilton hatte 2004 einen Buhmann gefunden: einen angeblichen Zwillingsbruder. Nach einem positiven Befund liess Hamilton mitteilen, er habe mitnichten fremdes Blut in seinen Adern. Stattdessen das: «Ich bin ein Mischwesen.» Die fremden Zellen in seinem Körper stammten von einem bereits vor der Geburt gestorbenen Zwillingsbruder. Zwei Jahre Sperre.

Radfahrer Alberto Contador: Das Kalbsfilet
Der Spanier hatte während der Tour de France 2010 Clenbuterol im Blut. Der dreimalige Tour-Sieger erklärte jenen Umstand mit einem Stück Fleisch: «Ich bin das Opfer einer Nahrungsmittelverunreinigung.» Erst sei das Kälbchen Opfer geworden (Clenbuterol wird zuweilen illegalerweise als Kälbermastmittel eingesetzt), dann er selbst. Denn: «Das Fleisch war, ehrlich gesagt, zu gut, um zuzulassen, dass es im Abfall landet.» Der Internationale Sportgerichtshof Cas nahm ihn die Story nicht ab. Contador wurden sämtliche Erfolge seit dem positiven Dopingbefund offiziell aberkannt, darunter der Tour-Sieg 2010 sowie der Giro-Sieg 2011.

Radfahrer Floyd Landis: Der Whiskey
Der US-Amerikaner fällt bei der Tour de France 2006 mit hohen Testosteronwerten auf. Er habe nach einem Einbruch zu viel Whiskey getrunken, meinte er und machte damit den Alkohol für die Testosteronwerte verantwortlich. Landis wurde der Tour-Sieg 2006 aberkannt, er wurde für zwei Jahre gesperrt und zudem zu einem Strafgeld in sechsstelliger Höhe verurteilt.

Radfahrer Frank Vandenbroucke: Das kranke Haustier
Bei dem Belgier wurde 2002 das Mittel Clenbuterol gefunden, das in übermässigen Dosen eine anabole Wirkung entfaltet. Eigentlich ist Clenbuterol ein Medikament zur Behandlung von Atemwegserkrankungen - und das wusste wohl auch Vandenbroucke: «Mein Hund hat Asthma.» Vandenbroucke erhielt eine Sperre und räumte in einem Buch das Doping später selbst ein.

Radfahrer Lance Armstrong: Die Salbe
1999 wurden in Blut des US-Amerikaners Kortikoide nachgewiesen. Armstrong führte diese Werte auf eine Salbe zurück. Mit dieser habe er sich seinen «Allerwertesten» eingerieben. Damals blieb der Befund folgenlost. Im August 2012 kündigte die amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA an, dass ihm wegen Dopings alle Tour-de-France-Titel aberkannt werden sollen. Weiterhin soll er mit einer lebenslangen Sperre belegt werden.

Radfahrer Christian Henn: Der unerfüllte Kinderwunsch
Henn, Bronzemedaillengewinner des Strassenrennens bei Olympia 1988 in Seoul, fuhr bis Ende der neunziger Jahre für das Team Telekom. Bei der Tour de France 1999 wurde bei ihm ein erhöhter Testosteronwert festgestellt. Henns Erklärung: Ein Kräutertee, der seine Manneskraft stärken und ihm so einen lang gehegten Kinderwunsch erfüllen sollte. Empfohlen hatte ihm das Gebräu angeblich seine Schwiegermutter. Henn beendete seine Karriere im selben Jahr.

Sprinter Dennis Mitchell: Der Sex
Der US-Amerikaner fällt 1998 durch erhöhte Testosteronwerte auf. Mitchell zufolge sind sie darauf zurückzuführen, dass er in der Nacht zuvor fünf Flaschen Bier getrunken und danach viermal Sex mit seiner Frau gehabt hat: «Die Lady hatte Geburtstag, sie verdiente etwas Besonderes». Er wurde für zwei Jahre geperrt.

Bobfahrer Lenny Paul: Bolognese und gedopte Rinder
Der britische Bobfahrer Lenny Paul wurde 1997 mit einem erhöhten Nandrolon-Wert erwischt. Der frühere Trainingspartner des Sprinters Linford Christie schob das Ergebnis auf das Essen am Tag zuvor. Der hohe Nandrolon-Wert müsse vom Hackfleisch in seiner Spaghetti-Sauce kommen, das wiederum von hormonbehandelten Rindern stamme. Unglaublich: Paul wurde dank dieser Erklärung vom Doping-Vorwurf freigesprochen. Andere kamen später nicht damit durch.

Leichtathlet Dieter Baumann: Die Zahnpasta
Der deutsche 5000-m-Olympiasieger von Barcelona wurde 1999 in zwei Trainingskontrollen ebenfalls positiv auf Nandrolon getestet. Baumann, als Sportler an vorderster Front bei Anti-Doping-Kampagnen, wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete sich als Komplottopfer. Die Zahnpasta bekam die Schuld. Dort wurde tatsächlich der Wirkstoff Norandrostendion gefunden. Wie er dort hin kam, ist bis heute nicht geklärt. Der nationale Leichtathletikverband sprach Baumann später vom Doping-Vorwurf frei. Der internationale Verband aber blieb hart: zwei Jahre Sperre.

Jan Ullrich: Die Disco-Pille
Der einstige deutsche Radrennstar wurde 2002 positiv auf Amphetamine getestet. Die unangemeldete Kontrolle fand in einer Trainingspause statt, in der Ullrich sich von einer Knieoperation erholte. Seine Erklärung: Bei einem Disco-Besuch seien nicht nur grosse Mengen an Wodka und Red Bull geflossen. Irgendwann habe ihm jemand eine Pille angeboten und er - «Ich weiss nicht, was das für eine Pille war» - habe nicht lange überlegt und sie geschluckt. Sechs Monate Sperre.

(pet/daua)

Seite weiterempfehlen Facebook Share / Facebook Like Twitter Google+ Email
  • …auf Facebook kommentieren.
    Facebook
  • …auf Twitter kommentieren.
    Twitter
  • …per E-Mail versenden.
    E-Mail
  • …auf Facebook empfehlen.
    Facebook Recommend
  • …auf Google+ kommentieren.
    Google +1

Verantwortlich für diese Seite:

news.online


Mehr zum Stichwort:

  • Doping

Schnellsuche:
Links:
  • Verbotene Substanzen auf der Anti-Doping-Site des Bundesamts für Sport
  • Wada, die Welt-Anti-Doping-Agentur, gegründet im Jahr 1999, kämpft für einen sauberen Sport
  • Wie wird eine Doping-Kontrolle durchgeführt?
Dossier: Doping - Wenn Sportler betrügen
  • AGB
  • Datenschutz
  • Webmaster
  • Impressum
Schweizer Radio und Fernsehen
  • SRF
  • RTS
  • RSI
  • RTR
  • swissinfo
  • 3SAT
SRF Schweizer Radio und Fernsehen, Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft