Geständnis im Dreifachmord von Grenchen
Die Polizei ist bei den Ermittlungen zum Mordfall von Grenchen im Kanton Solothurn, bei dem Anfang Juni ein Ehepaar im Alter von 55 und 60 Jahren sowie ihre 35-jährige Tochter in ihrem Wohnhaus getötet wurden, einen Schritt weiter.
Die beiden inhaftierten Männer im Alter von 24 und 32 Jahren haben die Tat gestanden, wie die Solothurner Kantonspolizei mitteilte.
Tatwaffe gefunden
Die kriminaltechnischen Untersuchungen haben zudem bestätigt, dass sich unter den diversen sichergestellten Waffen auch die Tatwaffe befunden hat. Diese ist Eigentum eines der Inhaftierten.
Zur Klärung der genauen Tatbeiträge und der Hintergründe, die zur Tat führten, sind laut Kantonspolizei weitere Befragungen notwendig. Die im Kanton Aargau wohnhaften Männer befinden sich weiterhin in Haft.
Haftverlängerung auch für die Frau
Verlängert wurde auch die Haft der ebenfalls im Aargau wohnhaften 48-jährigen Frau. Ihre Rolle sei nach wie vor Gegenstand der laufenden Untersuchungen.
Spekulationen, die Tat stehe in Zusammenhang mit einem Schenkkreis oder dem Vertrieb von Gesundheitsprodukten, werden von der Polizei nach wie vor nicht bestätigt.
Erstickt oder erschossen
Die dreiköpfige Familie ist Anfang Juni in ihrem Wohnhaus in Grenchen tot aufgefunden worden. Zwei Opfer wurden erstickt, das dritte erschossen.
Zwei Wochen später wurden fünf Personen verhaftet. Eine 62-jährige Schweizerin sowie ein 36-jähriger Deutscher wurden wieder frei gelassen, weil sie gemäss Polizei nicht an der Tat beteiligt waren.
Negative Schlagzeilen
Der nun geständige 32-jährige Schweizer ist in den vergangenen Wochen auch aus andern Gründen negativ in die Schlagzeilen geraten. Sein Rottweiler, der von der Mutter des Inhaftierten betreut wurde, griff in Schaffhausen einen vierjährigen Knaben an und verletzte ihn schwer am Kopf.
Das Tier, das offenbar schon mehrmals Menschen angefallen hatte und laut Experten als gefährlich gilt, wurde daraufhin eingeschläfert. (sam/ap)
