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Mittwoch, 28.3.2012

EU plant Zentrum gegen Internetverbrecher

Die EU sagt dem milliardenschweren Betrug im Internet den Kampf an. Ein europäisches Zentrum zur Bekämpfung der Cyber-Kriminalität soll Bürger und Unternehmen künftig bei der Abwehr von Straftaten im Netz unterstützen.

Innenkommissarin Cecilia Malmström. (Keystone)

Kriminelles Internet

Die «Cyber-Kriminalität» fordert jeden Tag eine Million Opfer. Die EU will nun ein Zentrum gegen die Kriminalität im Internet einrichten.  Mehr

Beitrag aus Echo der Zeit vom Mittwoch, 28.3.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Der Kampf gegen das Online-Verbrechen

Wer im Internet unterwegs ist, entdeckt immer wieder interessante Homepages und Links. Doch kann es auch passieren, dass man sich plötzlich auf einer illegalen Seite wiederfindet. Oder, dass Betrüger probieren, an die persönlichen Daten zu gelangen.  Mehr

Espresso vom Mittwoch, 15.2.2012, 08.20 Uhr, DRS 1

Die EU-Kommission will ein Zentrum gegen Internet-Kriminalität einrichten. Das Zentrum soll innerhalb der Europäischen Polizeibehörde Europol angesiedelt werden, wie die Kommission mitteilte. Die Inbetriebnahme ist für Januar 2013 geplant, vorher muss die Geschäftsführung von Europol dem Vorschlag zustimmen.

«Cyber-Kriminelle dürfen nicht unser digitales Leben zerstören», sagte EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström vor den Medien. Das Zentrum könne zur Drehscheibe im Kampf gegen Internet-Kriminalität werden. Wir wollen die gescheitesten Köpfe zusammen bringen», sagte Malmström weiter.

Milliardenschaden
Millionen Europäer nutzten das Internet für ihre Kontoführung, für Online-Einkäufe und ihre Urlaubsplanung. Im gleichen Masse, wie «sich unser tägliches Leben zunehmend online abspielt, nimmt die Kriminalität im Online-Bereich zu», erklärte Malmström. Weltweit würden schätzungsweise eine Million Menschen täglich Opfer von Internet-Kriminalität. Der finanzielle Schaden belaufe sich jährlich auf rund 388 Milliarden Dollar.

Nach dem Vorschlag der EU-Kommission soll das Zentrum EU-Mitgliedstaaten vor massiven Internet-Angriffen warnen und die Länder auch auf Schwächen in ihrer Abwehr gegen solche Angriffe hinweisen. Erfahrungen in den einzelnen Mitgliedstaaten sollen über das Zentrum ausgetauscht und das Vorgehen gegen Internet-Kriminalität besser koordiniert werden.

Ab Januar 2013 sollen in dem Zentrum in Den Haag 30 Personen arbeiten. Einmal voll ausgebaut würden insgesamt 55 Experten von Europol, den Mitgliedstaaten und der Kommission dort arbeiten. Das jährliche Budget beträgt 3,6 Millionen Euro. Zu Beginn werde es sich um ein «EU-Zentrum» handeln, sagte Malmström. Aber es seien alle Partner willkommen, auch Drittstaaten.

Schweiz wird eingebunden
Die Schweiz arbeitet seit 2006 mit Europol zusammen. Im Rahmen der bestehenden guten Zusammenarbeit werde das Bundesamt für Polizei (fedpol) künftig auch in die Arbeit des Europäischen Zentrums zur Bekämpfung von Cyber-Kriminalität eingebunden sein, teilte das fedpol mit.

Eine vertiefte Zusammenarbeit verspreche eine noch wirksamere internationale Koordination und damit Bekämpfung von Internet-Kriminalität. Bereits jetzt tausche das fedpol in mehreren Deliktbereichen Informationen zu Analysezwecken mit Europol aus. (fors;pet, sda/reuters)

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Tagesgespräch vom Dienstag, 1.11.2011, 13.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Fredy Gsteiger zur Londoner Cyberspace Konferenz

Cyberwar, eine neue Dimension des Krieges, wird immer bedrohlicher: Krieg via Computer, Netzwerke und Internet. Programme werden zu Waffen, Computer zu Abschussrampen. Immer unklarer ist, woher der Feind kommt. Hunderte von Millionen werden in die Abwehr von Angriffen über die Computernetzwerke investiert.   Mehr

Hören (24:13)Download (MP3, 11.5MB)


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