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  • Schweiz:

Managed Care-Vorlage: Pro und Contra

Die Befürworter versprechen sich von der integrierten medizinischen Versorgung deutliche Einsparungen und eine bessere Qualität der Betreuung. Die Gegner warnen vor medizinischer Rationierung.

Argumente der Befürworter

Keine unnötigen Massnahmen: Die ärztliche Behandlung wird gesteuert und koordiniert. Das verhindert Mehrfachuntersuchungen und unnötige Therapien.

Kosten senken: Managed Care hilft, die Gesundheitskosten einzudämmen. Dadurch, dass die Netzwerke Budgetverantwortung tragen, sind die Ärzte auch eher daran interessiert, dass die Patienten gesund bleiben und teure Behandlungen nicht nötig werden.

Bessere Qualität: Die Qualität der Behandlungen steigt und das Risiko von medizinischen Fehlern sinkt, weil weniger Ärzte in eine Behandlung involviert und untereinander koordiniert sind.

Die wichtigsten Befürworter:
  • FDP
  • CVP
  • GLP
  • Economiesuisse
  • Hausärzte Schweiz
  • Santésuisse

Argumente der Gegner

Entscheidungsfreiheit behalten: Die freie Arztwahl darf nicht über einen höhen Selbstbehalt verteuert werden. Die Bevölkerung soll sich frei entscheiden dürfen, welches Modell sie wählt. Die maximal dreijährige Vertragsdauer führt zu Knebelverträgen.

Keine Rationierung: Dadurch, dass die Versorgungsnetze Budgetverantwortung tragen, steigt die Gefahr von medizinischer Rationierung.

Ungleicher Wettbewerb: Managed-Care-Netzwerke erhalten ohne eigene Leistung einen Wettbewerbsvorteil (tieferer Selbstbehalt). Das senkt die Anreize, sich durch hohe Qualität zu profilieren.

Die wichtigsten Gegner:
  • SP
  • SVP
  • BDP
  • Gewerkschaften
  • Verbindung Schweizer Ärzte (FMH)

 

Stimmfreigabe: Grüne

Hinweis: Parolenfassung der Parteien nicht abgeschlossen.

(meid)

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