Der grosse Regen brachte viel Arbeit
Erste Gewitterwolken ziehen am Abend des 7. Juni 2012 über den Kanton Aargau. (Keystone)
Laut SF Meteo zieht die Regenfront weiter Richtung Alpenzone. «Die Situation in der Zentralscheiz entschärft sich», sagte Wetterredaktorin Christine Jutz gegenüber Schweizer Radio DRS.
Viel Regen zwischen Zug und Luzern
Besonders hart traf der heftige Regen die Region zwischen Rotkreuz und Risch im Kanton Zug sowie das Gebiet östlich der Stadt Luzern. Auf der Linie Malters-Emmen-Root bis zum Zugersee waren bis zu 78 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, wie ein Sprecher von MeteoSchweiz sagte. Das sind zwei Drittel des Niederschlags, der im ganzen Mai im langjährigen Mittel in dieser Region fällt.
In Zug und östlich von Luzern musste die Feuerwehr wegen zahlreicher überschwemmter Keller, Wohnzimmer und Garagen ausrücken.
Bahn vorübergehend unterbrochen
Wegen des Hochwassers wurde auch die Bahnstrecke zwischen Rotkreuz und Hünenberg Chämleten unterbrochen, wie die SBB mitteilten. Vom Streckenunterbruch betroffen waren die Fernverkehrszüge zwischen Zürich und Luzern und von Zürich ins Tessin sowie die S-Bahnzüge in der Region. Es wurde ein Busersatz organisiert.
Kleinere Schäden im Kanton Bern
Viel Regen gab es auch im Emmental. Gemäss Meteonews fielen auf dem Napf über 68 Liter, im nahen Langnau waren es 66 Liter.
Bei der Berner Kantonspolizei gingen im Laufe des Donnerstagabends rund 20 Meldungen ein, vor allem aus dem Emmental sowie aus den Regionen Biel und Thun, wie Polizeisprecherin Corinne Müller sagte. Das Unwetter hatte Keller volllaufen lassen, Bäume umgestürzt und Ziegel von Dächern geweht.
Kleinere Schäden im Kanton Zürich
Vom Emmental über die Zentralschweiz und den oberen Zürichsee bis in den Kanton Thurgau seien im Durchschnitt 40 bis 50 Liter pro Quadratmeter gefallen, sagte der Sprecher von MeteoSchweiz.
Auch im Kanton Zürich gab es viel Arbeit: 36 Mal mussten die Feuerwehrleute ausrücken. Vor allem auf Strassen gestürzte Bäume hielten die Equipen auf Trab. Hinzu kamen überflutete Keller und Tiefgargen.
Beim Zürcher Spital Triemli wurde ein provisorisches Baustellendach weggerissen. Es krachte auf einen Parkplatz und beschädigte mehrere Autos. Verletzt wurde niemand. (bat;pet, sda)
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