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Montag, 9.7.2012

Post und la Poste können starten

Die Schweizerische Post und die französische La Poste legen ihr internationales Briefpostgeschäft zusammen. Das neue Unternehmen heisst «Asendia by La Poste and Swiss Post» und will die Deutsche Post überholen und Nummer eins werden.

Marc Pontet, CEO der Asendia (links) mit Ulrich Hurni, Verwaltungsratspräsident der Asendia. (Keystone)

Die Schweizerische Post und La Poste hatten das Joint-Venture bereits Ende 2011 angekündigt. Nun sind die regulatorischen Genehmigungen erteilt worden. Asendia verschickt Briefe, Kataloge, Zeitungen und Kleinwaren bis 2 Kilogramm. Das Unternehmen hat je einen Firmensitz in Bern und in Paris.

Asendia beschäftigt zurzeit über 1000 Mitarbeitende in Europa, Nordamerika und Asien und hat über 25 Standorte in 15 Ländern. Laut der Schweizerischen Post zählt Asendia mit einem Umsatz von über 400 Millionen Euro (rund 480 Millionen Franken) bereits heute zu den weltweit führenden Unternehmen im internationalen Mailgeschäft.

«In zwei bis drei Jahren wollen wir die deutsche Post überholen und die Nummer eins werden», sagte der Schweizer Postchef Jürg Bucher.

Stellenabbau in der Schweiz
Im Zuge des Joint-Ventures streicht die Post in der Schweiz 50 bis 100 Stellen. Es sollen laut Bucher keine Kündigungen ausgesprochen werden, die Post suche nach internen Möglichkeiten der Weiterbeschäftigung.

Verwaltungsratspräsident des Unternehmens wird Ulrich Hurni, heutiger Leiter von PostMail. Die Geschäftsleitung übernimmt Marc Pontet, der bisher La Poste Global Mail leitete. (lin, sda)

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Dossier, Letztes Update: Montag, 10.9.2012

Die Schweizerische Post in Bewegung

E-Mail statt Brief, E-Banking statt gelbes Büchlein, private Anbieter und Post: Der Postwesen hat sich verändert. Doch soll der Postmarkt vollständig geöffnet werden oder nicht? Die Politik ist in dieser Frage gespalten, die Auswirkungen sind unklar. Viele Kunden sind verärgert und befürchten einen Leistungsabbau durch die angestrebte Liberalisierung.


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