Am Gotthard war viel Geduld gefragt
Das Bild stammt zwar vom 14. Juli - aber auch an diesem Wochenende hat es am Gotthard ähnlich ausgesehen. (Keystone)
Auch am vierten Juli-Wochenende hat sich der Gotthardtunnel für die Reisenden als Nadelöhr erwiesen. Am Samstag mussten sie in Richtung Süden eine Wartezeit von zwei Stunden in Kauf nehmen.
Unfall im San-Salvatore-Tunnel
Selbst Frühaufsteher konnten dem Ungemach nicht ausweichen: Die Blechschlange nördlich des Gotthards bildete sich bereits in der Nacht auf Samstag und betrug um 5 Uhr 7 Kilometer. Am Mittag erreichte der Stau mit 14 Kilometer seinen Höhepunkt. Erst am frühen Samstagabend entspannte sich die Lage nördlich des Gotthardportals.
Ganz anders in der Gegenrichtung. Im Tessin begann der Verkehr erst im Verlaufe des Samstagmorgens zu stocken. Gegen Mittag formierte sich eine Schlange von 9 Kilometern. Am frühen Nachmittag musste wegen eines Unfalls der San-Salvatore-Tunnel gesperrt werden. Schnell bildete sich ein Stau über 14 Kilometer bis zum Grenzübergang Chiasso-Brogeda.
Erlösung nach Mitternacht
Erst nach Mitternacht konnten die Ferienheimkehrer wieder ohne Stau den Gotthard in Richtung Norden durchqueren. Auch wer auf die San-Bernardino-Route ausweichen wollte, geriet am Samstag in beiden Richtungen immer wieder in stockenden Verkehr.
Der Sonntag begann bedeutend entspannter. Nach kurzen Wartezeiten am Morgen hielt sich der Stau auf der A2 vor dem Gotthard in Richtung Süden am Nachmittag hartnäckig bei 4 Kilometern, in Richtung Norden um die 6 Kilometer. Die Reisenden mussten sich in beiden Richtung rund eine Stunde gedulden, ehe sie den Tunnel passieren konnten.
Die Überlastung der Schweizer Nord-Süd-Achse hat mit den Sommerferien zu tun: Seit Donnerstag haben auch die Bewohner des deutschen Bundeslandes Baden-Württemberg Ferien. Damit sind nun - ausser in Bayern - in ganz Deutschland, in der Schweiz und in den Niederlanden Sommerferien. (pet, sda)
Mehr zu den Stichwörtern:
