Walliser Polizeichef war sich keiner Schuld bewusst
Polizeikommandant Christian Varone erklärt sich vor den Medien im Wallis. (Keystone)
Zwei Tage nach seiner Rückkehr in die Schweiz entschuldigte sich Christian Varone bei der Türkei. Es sei ihm nicht bewusst gewesen, dass der Stein wertvoll sein könnte und dass er gegen ein Gesetz verstossen könnte, wenn er ihn mitnehme. Deshalb habe er am Zoll auch kein Geheimnis daraus gemacht.
Nicht die Kinder sind schuld
Varone hat den Stein nach eigenen Angaben in der Hauptstrasse der südtürkischen Stadt Side und nicht in einer archäologischen Stätte aufgelesen. Bisher hatte sein Bruder gegenüber den Medien gesagt, es sei eines von Varones Kindern gewesen, das den Stein mitgenommen habe. Nun hat Varone als Familienvater die Verantwortung übernommen.
Keine Kaution bezahlt
Weiter sagte Varone vor den Medien, er sei ohne jegliche Auflagen und ohne das Bezahlen einer Kaution freigekommen. Er wartet nun auf ein Schreiben, das ihm bestätigen soll, dass alle Anklagepunkte fallengelassen wurden.
Der Polizeikommandant ist am Mittwochabend in die Schweiz zurückgekehrt. Fünf Tage zuvor war er in der Türkei festgenommen worden, als Zöllner in seinem Gepäck einen Stein einer archäologischen Stätte entdeckten.
Bis zu 12 Jahren Haft
Die Türkei hat sich 1983 ein Gesetz für den Schutz ihrer Kulturgüter gegeben. Wer versucht, Gegenstände historischen, kulturellen oder archäologischen Charakters auszuführen, muss demnach mit fünf bis zwölf Jahren Haft rechnen. (saua, sda)
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