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Mittwoch, 15.8.2012

Geld für ökologisches Bauern

Das neue Direktzahlungssystem für die Landwirtschaft hat die erste Hürde genommen. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats hiess das Kernstück der Agrarpolitik 2014-2017 gegen die Stimmen aus der SVP gut.

Für die Direktzahlungen an Landwirte sollen neue Kriterien eingeführt werden. (Archiv Keystone)

Streit um den Milchmarkt

Der Bundesrat will die Agrarpolitik modernisieren. Die Wirtschaftskommission des Nationalrats unterstützt ihn dabei. Bei der Frage, ob die Milchproduktion wieder staatlich gesteuert werden soll, gibt es jedoch grosse Differenzen.   Mehr

Ab 2014 sollen die Direktzahlungen für Landwirte nach neuen Kriterien vergeben werden. Darüber wurde sich die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK)in einer langen Debatte einig.

Die Kommission hiess die Agrarpolitik 2014-2017 mit 17 zu 7 Stimmen bei einer Enthaltung an. Im Grossen und Ganzen sei die Kommission nicht stark von der Linie des Bundesrates abgewichen, sagte WAK-Präsident Christophe Darbellay.

Vor allem bei den finanziellen Mitteln für die Landwirtschaft folgt die Kommission dem bundesrätlichen Vorschlag. Sie hiess den Zahlungsrahmen von 13,67 Milliarden Franken für die Periode von 2014 bis 2017 mit 21 zu 3 Stimmen bei 3 Enthaltungen gut.

Ökologische Kriterien
Mit der Neuausrichtung des Direktzahlungssystems will der Bundesrat die Landwirtschaftspolitik den heutigen Gegebenheiten anpassen. Neu soll die Hälfte der Zahlungen für Leistungen im Zusammenhang mit Umwelt, Landschaft und Tierwohl reserviert sein. Die andere Hälfte wird unabhängig von solchen Kriterien ausbezahlt.

In etlichen Punkten wich die Kommission aber dennoch von den Vorschlägen des Landwirtschaftsministers Johann Schneider-Ammann ab. So soll es auch für landwirtschaftlich genutztes Bauland weiterhin Direktzahlungen geben. Zudem sollen Bauern, die nicht über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis verfügen, weiterhin in den Genuss von Direktzahlungen kommen können.

SVP gegen die Vorlage
Im Nationalrat ist eine kontroverse Debatte programmiert, da bei zahlreichen Anträgen die Mehrheitsverhältnisse knapp ausfielen. Gegen die Vorlage machte im Vorfeld vor allem die SVP mobil.

Die Kommission wies jedoch einen Rückweisungsantrag bereits vor der Sommerpause mit 18 zu 7 Stimmen ab. (lin)

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Samstag, 4.8.2012

SVP-Bauern fordern andere Landwirtschaftspolitik

Heimische Nahrungsmittelproduktion statt Import-Produkte fördern: An der SVP-Bauern-Landsgemeinde im luzernischen Grosswangen haben die teilnehmenden Bauern eine entsprechende Resolution verabschiedet.  Mehr


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