GPK: Bund soll Experten einheitlich prüfen
Der Impfstoff gegen die Schweinegrippe hat nicht nur den Patienten geholfen. (Archiv Keystone)
In einem weiteren Bericht zur Schweinegrippe regt die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Ständerats an, dass Interessenbindungen von Experten einheitlicher geprüft werden sollen. Verbessert werden soll auch der internationale Informationsaustausch.
Die Aufsichtskommission zeigt sich grösstenteils zufrieden mit den Lehren, welche die Behörden aus der Pandemie gezogen haben. Die GPK veröffentlichte ihren Bericht, in dem sie bestehende Evaluationen ausgewertet und die getroffenen Massnahmen beurteilt hatte. Eigene Untersuchungen führte die GPK nicht durch.
Die Reaktion auf die Pandemie verlief nicht ohne Kontroversen, wie die GPK feststellt. Für Schlagzeilen sorgten etwa die möglichen Verbindungen von Experten, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zu Rate zog, zur Pharmaindustrie. Erst seit November 2011 sind diese Interessenbindungen in einem Verzeichnis einsehbar.
Die Kommission begrüsst diesen Schritt. Die Prüfung solcher Interessenbindungen geschehe im BAG aber heute je nach Fall unterschiedlich. Dies solle überprüft werden, verlangt sie vom Bundesrat.
Austausch mit der europäischen Behörde
Ausserdem fordert die Kommission, dass das Schweizer Heilmittelinstitut Swissmedic weiterhin den Austausch mit der europäischen Behörde EMA pflegt. In der Koordination zwischen Bund und Kantonen - ein heikler Punkt während der Pandemie - stellte die GPK bereits Fortschritte fest. (lin, sda)
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