Weniger Arbeitslose im März
In der Schweiz suchen weniger Personen eine Arbeit. (Archiv Keystone)
Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im März von 3,4 Prozent auf 3,2 Prozent gesunken. Damit waren 126'392 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (Rav) eingeschrieben.
Der Grossteil des Rückgangs beruht auf saisonalen Faktoren. «Die Bauwirtschaft hat im März ihre Arbeit wieder aufgenommen», sagt Serge Gaillard, Leiter der Direktion Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft, gegenüber Radio DRS.
Jahreswert bleibt bei 3,4 Prozent
Überraschend ist: Ein kleiner Teil lässt sich nicht dem bekannten Phänomen zuordnen. Von einer Trendwende will Gaillard jedoch nicht sprechen. Ein Monatswert allein sei zu wenig, um bestehende Prognosen zu hinterfragen.
Das Seco geht davon aus, dass der starke Franken und die Konjunktur in Europa im Verlaufe des Jahres Einfluss nehmen werden und zu einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit über das ganze Jahr hinaus führen. Die Prognose für 2012 bleibt damit bei 3,4 Prozent.
Wenig Jugendarbeitslosigkeit
Bei den jugendlichen Arbeitslosen (15 bis 24-Jährige) verringerte sich die Zahl seit Februar um 1630 Personen auf 17'450 (-8,5 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 9,7 Prozent weniger Jugendliche ohne Arbeit.
Als Stellensuchende waren im März 180'912 Personen registriert, wie das Seco weiter mitteilte. Das sind 6403 weniger als im Vormonat und 8,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Als Stellensuchende zählen auch Personen, die sich nicht beim Rav angemeldet haben oder bereits ausgesteuert sind. Diese Zahl ist traditionell höher als die der offiziell Arbeitslosen.
Mehr Kurzarbeit
Zudem gab das Seco die Zahlen zur Kurzarbeit vom Januar bekannt. 9132 Mitarbeitende in 648 Unternehmen waren davon betroffen. Das sind gut zwei Drittel mehr Personen als noch im Dezember. Nach Unternehmen betrachtet entspricht dies einer Zunahme von 114 Betrieben oder 21,3 Prozent. Gaillard relativiert den Anstieg. «Die Kurzarbeit in der Schweiz ist auf sehr tiefem Niveau leicht gestiegen», sagt er. Es seien in der Schweiz vergleichsweise nur wenige Personen von Kurzarbeit betroffen. (fors, sda)
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