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Freitag, 4.5.2012

Schweiz kämpft um einen Platz unter den ersten acht

An der Eishockey-WM in Schweden und Finnland wird nach einem neuen, vereinfachten Modus gespielt. Der Favoritenkreis setzt sich traditionell aus den bekannten Teams zusammen, die Schweiz peilt als Hauptziel die Teilnahme an den Viertelfinals an.

Liniger, Trachsler und Brunner beim Training in Helsinki. Am Samstag geht die WM auch für die Schweizer los. (Keystone)

Eishockey-WM: Resultate & Tabelle

16 WM-Teilnehmer, zwei Achtergruppen: Der neue WM-Modus besticht durch seine Übersichtlichkeit. Nach 7 Gruppenspielen stehen die besten vier Teams jeder Gruppe in den Viertelfinals, der jeweils Gruppenletzte steigt direkt ab. Die Zwischenrunde wurde abgeschafft, die Abstiegsspiele ebenfalls.

Schweiz mit Viertelfinal als Ziel

Ein Platz unter den ersten Vier der Gruppe ist also Primärziel aller WM-Teilnehmer. Die Schweiz muss in der «Helsinki-Gruppe» ein Team aus dem starken Quartett Kanada, Finnland, USA und Slowakei hinter sich lassen. Kein leichtes Unterfangen, zumal das ambitionierte Weissrussland das gleiche Ziel verfolgt wie das Schweizer Team von Sean Simpson. Nur Aussenseiter sind Frankreich und Kasachstan.

In der «Stockholm-Gruppe» kämpft Deutschland mit dem Schweizer Trainer Köbi Kölliker um einen Platz in den Viertelfinals. Die erste K.o.-Runde wird gruppenintern ausgetragen: Sollte sich die Schweiz beispielsweise auf Rang 4 für die Viertelfinals qualifizieren, dann wartet der Gruppensieger der eigenen Gruppe als Gegner.

Altbekannte Favoriten
Wenig um den Platz an der Sonne zittern dürften die Favoriten. Erste Titel-Anwärter sind traditionell die beiden Gastgeber Schweden und Finnland, dazu Russland, Kanada und Tschechien. Aussenseiterchancen haben die Slowakei sowie die USA. Die Amerikaner sind mit einem starken Team nach Europa gereist und wollen den schwachen Eindruck der WM-Auftritte der letzten Jahre korrigieren.

Auch ohne Superstars wie Sidney Crosby (Kanada), Alexander Owetschkin, Ilja Kowaltschuk (Russland) oder Daniel und Henrik Sedin (Schweden) präsentieren sich die Kader der grossen Teams vielversprechend. Zu den bekanntesten Spielern des Turniers gehören der Kanadier Corey Perry, der Russe Pavel Datsjuk oder der Slowake Zdeno Chara.

Wenig NLA-Legionäre an der WM

Der Grossteil der WM-Spieler stammt aus der nordamerikanischen NHL, der russischen KHL oder den skandinavischen Ligen. Die Schweizer NLA wird in Schweden und Finnland neben den Spielern im Schweizer Team von Zdenek Kutlak (TSCH, Ambri), Cristobal Huet (FRA, Fribourg), Kevin Hecquefeuille (FRA, Genf) und Ronalds Kenins (Lettland, ZSC Lions) vertreten.

Die Schweiz startet am Samstag um 14.00 Uhr gegen Kasachstan ins Abenteuer WM. Die Viertelfinals sind am 17. Mai geplant, das Endspiel findet am Sonntag, 20. Mai in Helsinki statt. (pet, sf)

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