Schweiz mit Arbeitssieg gegen Weissrussland
Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft konnte einen weiteren Sieg an der Eishockey-WM verbuchen. (Keystone)
Das Schweizer Nationalteam befindet sich an der WM in Helsinki nach dem Startwochenende auf Kurs. Einen Tag nach dem souveränen 5:1 gegen Aufsteiger Kasachstan doppelte das Team von Trainer Sean Simpson mit einem hart erkämpften 3:2 gegen Weissrussland nach.
Die Partie gegen Weissrussland entwickelte sich nicht unerwartet zum engen Duell. Moser schoss die Schweizer im Startdrittel zwei Mal in Führung.
Effiziente Weissrussen
Ihre Effizienz stellten die Weissrussen auch zu Beginn des 2. Drittels unter Beweis. Konstantin Koltsow fand die Lücke zwischen Goalie Tobias Stephans Beinen und traf in der 22. Minute zum 2:2. Es war mit dem erst 5. Torschuss der 2. Treffer.
Danach gaben die Schweizer, welche die Partie zuvor klar dominiert hatten, das Heft ein wenig aus der Hand. Ivo Rüthemann und Mark Streit kamen zwar noch zu guten Torchancen, zur 2. Drittelspause stand es aber immer noch unentschieden.
Siegtor nach 4 Minuten in Unterzahl
Eine heikle Phase hatten die Eidgenossen zu Beginn des Schlussabschnitts zu überstehen. In der 42. Minute traf Dimitro Meleschko die Torlatte, danach agierten die Schweizer 4 Minuten lang in Unterzahl, weil sich Luca Sbisa gleich zwei Mal hintereinander eine Strafe eingehandelt hatte.
Schliesslich war es erneut die Linie mit Simon Moser, Damien Brunner und Kevin Romy, die für einen Schweizer Torerfolg verantwortlich zeichnete. Brunner erkämpfte sich die Scheibe hinter Kowals Tor und fand Romy, der das Game-Winning-Goal erzielte.
Grabowski verschiesst Penalty
Sbisa hatte danach auch in der 54. Minute dafür gesorgt, dass es noch einmal brenzlig wurde. Der Anaheim-Verteidiger foulte Michail Grabowski, der alleine auf Stephan loszog. Beim fälligen Penalty scheiterte der Star der Toronto Maple Leafs aber am Servette-Keeper, so dass die Schweizer den Sieg über die Zeit retten konnten.
«Es ist immer schön, das Siegtor zu erzielen», sagte Romy. «Für mich ist aber viel wichtiger, dass wir die Partie gewinnen konnten.» Coach Simpson sprach von einem sehr harten Spiel. «Aber das haben wir erwartet. Es war wieder eine hervorragende Teamleistung von uns», so der Kanadier.
Moser verletzt?
Tragischer Held der Partie war Doppeltorschütze Moser. Der 23-Jährige schied im Schlussdrittel mit Verdacht auf eine Knieverletzung aus und musste sich am späten Sonntagabend einer MRI-Untersuchung unterziehen. «Es sieht nicht gut aus», meinte Simpson. Am Montag soll Klarheit über die Verletzung herrschen.
Für die Männer von Sean Simpson geht es am Dienstag mit der Partie gegen das ebenfalls noch ungeschlagene Finnland weiter. Die Partie gegen den Gastgeber ist zugleich auch Spitzenkampf in der Gruppe H. Die Schweiz belegt aktuell dank dem besseren Torverhältnis Rang 1, «Suomi» ist Zweiter. (basn, si/sf/bon)
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